{"id":1467,"date":"2015-03-09T00:07:18","date_gmt":"2015-03-08T23:07:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=1467"},"modified":"2015-03-17T06:26:28","modified_gmt":"2015-03-17T05:26:28","slug":"agenda-2011-2012-gesundheitsreform-eine-endlose-geschichte","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=1467","title":{"rendered":"Agenda 2011-2012: Gesundheitsreform \u2013 Eine endlose Geschichte"},"content":{"rendered":"<p><div id=\"attachment_1360\" style=\"width: 116px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.agenda-news.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/35-kleine-Weltkuge\u00f6-35.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1360\" src=\"http:\/\/www.agenda-news.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/35-kleine-Weltkuge\u00f6-35.jpg\" alt=\"Bild: Agenda 2011-2012\" width=\"106\" height=\"106\" class=\"size-full wp-image-1360\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1360\" class=\"wp-caption-text\">Bild: Agenda 2011-2012<\/p><\/div>Lehrte, 9.3.2015  Nach der Einkommensstatistik gilt jemand als reich, wenn er mehr als 150 Prozent des Median-Einkommens in Deutschland verdient. Dem entsprechend beginnt die Schwelle f\u00fcr \u201ereich\u201c bei etwa 2400,- Euro Nettoeinkommen im Monat. Die Einsch\u00e4tzung der Betroffenen ist jedoch eine ganz andere: Nach einer repr\u00e4sentativen Befragung werden erst diejenigen als \u201ereich\u201c angesehen, die mehr als 9100 Euro im Monat verdienen. In der Sozialforschung z\u00e4hlen hingegen Personen zur \u201eoberen Einkommensgruppe\u201c bei einem Monatseinkommen (netto) zwischen 3000 und 5000 Euro (Quelle: FAZ, 2.1.2013, S. 10).<!--more--><\/p>\n<p>Wenn man ab 2.400 Euro schon reich ist, warum kann sich der Staat dann nur ein defizit\u00e4res Gesundheitswesen leisten, das er mit rund 83 Milliarden Euro subventioniert.  Rund 42,6 Millionen Besch\u00e4ftigte bezogen 2013 L\u00f6hne und Geh\u00e4lter (Arbeitnehmerentgelte) von 1.160 Milliarden Euro. Die Sozialbeitr\u00e4ge der Arbeitgeber lagen bei 255 Mrd. Euro (16,8 %). Die H\u00f6he der gesetzlichen Zuschl\u00e4ge zur Rentenversicherung betragen 19,9 Prozent und zur Krankenversicherung 15,5 Prozent. Ab 2014 wird der Beitrag auf 14,5 5 gek\u00fcrzt, obwohl die Subventionen 83 Mrd. Euro betragen. <\/p>\n<p>Die Gesetzlichen  Krankenversicherungen finanzieren sich aus einem Gesundheitsfond in H\u00f6he von 195 Mrd. Euro aus Pflichtbeitr\u00e4gen  der Versicherten und einem Staatszuschuss 2013 von 11,5 Mrd. Euro. Hinter der Gesundheitsreform von 2014 steht die Idee einer besseren Grundversorgung der Kassenmitglieder. <\/p>\n<p>Der Kreis der versicherten  Personen wird durch Gesetz bestimmt. Von 43 Millionen Besch\u00e4ftigten sind 37,2 Millionen versicherungspflichtig. Versicherungspflichtig sind Arbeiter, Angestellte und die zur Berufsausbildung Besch\u00e4ftigten, die gegen Arbeitsentgelt besch\u00e4ftigt sind. Als Arbeitnehmer ist versicherungspflichtig, wer mit seinem Arbeitsentgelt die vom Gesetzgeber definierte Versicherungspflichtgrenze nicht \u00fcbersteigt. F\u00fcr das Jahr 2015 sind dies 4.575 Euro im Monat bzw. 54.900 Euro im Jahr. <\/p>\n<p>5,8 Millionen Beamte, Arbeitnehmer deren Gehalt \u00fcber der Bemessungsgrenze von 54.900 Euro liegt  und Selbst\u00e4ndige. Die Initiative Agenda 2011-2012 fordert f\u00fcr diesen Personenkreis Eingliederung in die gesetzliche Krankenversicherung bis zur Bemessungsgrenze. Den Status des Privatpatienten k\u00f6nnen sie durch einen entsprechend h\u00f6heren Beitragssatz bei ihren privaten Krankenkassen beibehalten. Das sollte jedoch nicht dazu f\u00fchren, dass sie beim Arzt erstrangig behandelt werden. <\/p>\n<p>Im Krankheitsfall \u00fcbernimmt die gesetzliche Krankenkasse ihren Anteil, die private Krankenkasse den Rest der Leistungen. In Anbetracht st\u00e4ndiger Verteuerungen und hohen Subventionen im Gesundheitswesen sollte die Reduzierung des Beitrages auf 14,6 % gestoppt und wieder auf 15,5 % erh\u00f6ht werden. Durch die Reduzierung um 0,9 % sparen Unternehmer j\u00e4hrlich  1,7 Mrd. Euro, w\u00e4hrend dem Versicherten dieser Vorteil durch h\u00f6here Kosten des Gesundheitswesens verloren geht. Nach der Abschaffung der Praxisgeb\u00fchr stimmt Agenda 2011-2012 auch f\u00fcr die Abschaffung von Zuzahlungen auf Medikamente, die Geringverdiener st\u00e4rker belasten als Verm\u00f6gende.<\/p>\n<p>Da der Patient keinen \u00dcberblick \u00fcber Arzthonorare hat, ein Beispiel: Bei einer F\u00fchrerschein Untersuchung erbringt der Arzt folgende Leistungen: Krankheitsgeschichte wird abgefragt (Nur f\u00fcr den F\u00fchrerschein wichtige Krankheiten) &#8211; Gesamteindruck (Motorik, Mimik, Gestik, Koordination und Sprachverm\u00f6gen) &#8211; Gr\u00f6\u00dfe und Gewicht &#8211; Sehsch\u00e4rfekontrolle (Sehtest, Augentest) ohne Sehbehelf &#8211;  au\u00dfer die Sehsch\u00e4rfe liegt unter dem Mindestma\u00df &#8211;  dann mit Sehbehelf. Wenn bei der Untersuchung des Sehverm\u00f6gens Zweifel auftreten, dann muss eine genauere Untersuchung durch einen Augenarzt erfolgen &#8211; Grobe \u00dcberpr\u00fcfung des Gesichtsfeldes &#8211; H\u00f6rtest in normaler &#8211;  Sprachlautst\u00e4rke &#8211; Blutdruckmessung und Pulsz\u00e4hlung &#8211; Beweglichkeit der Extremit\u00e4ten (Kniebeugen, Arme bewegen, Grifffunktion der H\u00e4nde usw.) und \u00dcberpr\u00fcfung auf Tremor (Muskelzittern).<\/p>\n<p>Daf\u00fcr erh\u00e4lt er ein Honorar von 29 bis 39 Euro und f\u00fcr einzelne Untersuchungen daraus 2,61 bis 4,20 Euro.  Die Kosten daf\u00fcr, sowie f\u00fcr alle anderen Untersuchungen sollten Patienten direkt vor Ort bezahlen und umgehend von den Kassen erstattet bekommen. Dadurch w\u00fcrden \u00fcberh\u00f6hte Abrechnungen durch \u00c4rzte vermieden. Immer wieder ersch\u00fcttern Skandale die \u00d6ffentlichkeit weil \u00c4rzte und Krankenh\u00e4user Krankenkassen betr\u00fcgen. Genaue \u00dcberpr\u00fcfungen sind, wie es die Praxis zeigt, sehr schwierig und aufwendig. Im Gesundheitswesen fehlen rund 120.000 qualifizierte Pflegerinnen und Pfleger. Fazit: Die Gesundheitsreform hat nicht das gebracht was der Name vermuten l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Dieter Neumann<\/p>\n<p>Agenda 2011 \u2013 2012<br \/>\nAgenda News<br \/>\nUnion f\u00fcr Soziale Sicherheit<br \/>\nDieter Neumann<br \/>\nWintershall Allee 7<br \/>\n31275 Lehrte<br \/>\nTelefon\/Fax 05132-52919<br \/>\nwww.agenda20-2012.de<br \/>\ninfo@agenda2011-2012.de<\/p>\n<p>Die Initiative Agenda 2011-2012 stellte der \u00d6ffentlichkeit im Mai 2010 ein Sanierungskonzept mit einem j\u00e4hrlichen Finanzrahmen von 275 Milliarden Euro vor, das f\u00fcr ausgeglichene Haushalte und R\u00fcckf\u00fchrung der Staatsschulden steht. Sie stimmt f\u00fcr ein sozial sicheres Europa, f\u00fcr mehr Handlungsf\u00e4higkeit, f\u00fcr eine starke Milit\u00e4rallianz, Verbesserung der prek\u00e4ren Wirtschaftslage und Abbau der Staatsschulden. Das Managementsystem von Agenda 2011-2012 wird durch die in Gr\u00fcndung befindliche Partei \u201eUnion f\u00fcr Soziale Sicherheit\u201c \u00fcbernommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lehrte, 9.3.2015 Nach der Einkommensstatistik gilt jemand als reich, wenn er mehr als 150 Prozent des Median-Einkommens in Deutschland verdient. Dem entsprechend beginnt die Schwelle f\u00fcr \u201ereich\u201c bei etwa 2400,- Euro Nettoeinkommen im Monat. 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