{"id":1638,"date":"2015-07-09T00:24:50","date_gmt":"2015-07-08T22:24:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=1638"},"modified":"2015-07-09T06:24:21","modified_gmt":"2015-07-09T04:24:21","slug":"dieter-neumann-europaische-politik-hysterie","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=1638","title":{"rendered":"Dieter Neumann \u2013 Europ\u00e4ische Politik-Hysterie"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.agenda-news.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/11_herr_neumann.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.agenda-news.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/11_herr_neumann.jpg\" alt=\"Bild: Agenda 2011-2012\" width=\"188\" height=\"101\" class=\"alignleft size-full wp-image-1639\" \/><\/a>Lehrte,  09.07.2015  Bei den ersten Anzeichen der Ukraine-Krise herrschte Panik, gro\u00dfe politische Aufregung und Unverm\u00f6gen die Krise abzuwenden. Die Welt reagierte hysterisch wie bei der Atomkatastrophe in Tschernobyl, zu Beginn des Irankrieges, bei den Tsunamis 2004 und 2011, bei Aids und Ebola und den Mega- Konflikten und kriegerischen Auseinandersetzungen der letzten Zeit. Es liegt daran, dass man auf solche Szenarien nicht eingestellt war. Anders war es beim Immobiliencrash 2008 in den USA und der folgenden Schulden- und Bankenkrise. Die Warnungen von Experten wurden nicht wahrgenommen.<\/p>\n<p>Dass Griechenland in einen Staatsbankrott trudelt war den Beteiligten der Weltbank, IWF, EZB, EU-Kommission und Politikern bekannt. Sie haben der Entwicklung tatenlos zugesehen,  bis es zu Verwerfungen der Beteiligten untereinander kam. Politiker, insbesondere Staats-und Regierungschefs, sprechen von Werte- und Solidarit\u00e4tsgemeinschaft. Sie wollten sparen, Haushalte konsolidieren und Schulden abbauen. Sie wollen ein handlungsf\u00e4higes Europa. Dabei herrscht eklatante Ratlosigkeit. Strategische Perspektiven und Richtungskompetenzen sind nicht zu erkennen. Sie verwechseln Hektik mit Dynamik.<\/p>\n<p>Es mehren sich Stimmen  f\u00fcr eine Transferunion, Eurobonds, Schuldenschnitt und Ankauf von Anlagen durch das Aufkaufprogramm der  EZB. Wie die Entscheidung f\u00fcr Griechenland auch ausf\u00e4llt, alle Beteiligten werden hunderte Milliarden Euro verlieren. Hysterie l\u00f6st der drastische B\u00f6rsensturz in China aus. Die USA, Japan und EU-L\u00e4nder sind nach der Maastricht Schuldenobergrenze mit rund 18,8 Billionen Euro \u00fcberschuldet. Hinzu kommen die innerstaatlichen Probleme: Deutschland ist das Niedriglohnland Nummer 1 in Europa. L\u00f6hne von 5, 6, 7 und 8 Euro f\u00fcr rund 14 Millionen Besch\u00e4ftigte erzeugen f\u00fcr 4 Millionen Rentner Bruttorenten unter 500 Euro und f\u00fcr 5,45 Millionen Bruttorenten unter 700 Euro.<\/p>\n<p>7 Millionen Menschen ohne Job beziehen Regelsatz-Leistungen &#8211;  plus 2,5 Millionen arme Kinder. Das sind keine Errungenschaften der B\u00fcrgern, sondern Ausw\u00fcchse der Profitgier von Unternehmen, Kapitalisten und Politiker, die das nicht verhindert haben. Das Resultat: wachsende Armut und ausufernder, steuerbeg\u00fcnstigter oder steuerfreier Reichtum.<\/p>\n<p>Die Liste der Benachteiligungen der Unterschicht, Unterprivilegierten, Ausgegrenzten und Armen ist lang. Sie umfasst rund 30 Millionen Deutsche. In Griechenland verharren die Menschen in tiefer Depression, die Sparprogramme sind gescheitert. Gegen diese Entwicklung stemmt sich die Initiative Agenda 2011-2012. Sie fordert eine st\u00e4rkere Beteiligung der Finanzelite an den Kosten des Staates. Aus einem umfangreichen Reformprogramm einige Beispiele:<\/p>\n<ul style=\"list-style-type:disc;\">\n<li>Gesetzlicher Mindestlohn ab 2017 pro Stunde 9,50 Euro.<\/li>\n<li>Grundrente 950 Euro, Eheleute je 600 Euro. In den Niederlanden erh\u00e4lt jeder Rentner 1.050 Euro, Eheleute je 746 Euro, ob sie gearbeitet haben oder nicht.<\/li>\n<li>Kinder Grundsicherung 500 Euro d\u00fcrfte bei durchschnittlich 1,4 Kindern kein Problem sein.<\/li>\n<li>1,6 Millionen Alleinerziehende, die am meisten gef\u00e4hrdet sind, ein Grundeinkommen von 950 Euro.<\/li>\n<li>Es gibt rund 7 Millionen Menschen ohne Job die Regelsatz Leistungen in Anspruch nehmen. Es wird f\u00fcr eine zeitgem\u00e4\u00dfe Anhebung auf 950 Euro gestimmt.<\/li>\n<li>Lohnsteuerreform: 10 bis 30 Prozent Steuern bis zum Spitzensteuersatz von 60.000 Euro, ab 60.000 Euro bis 150.000 Euro 40 Prozent ab 150.000 Euro 50 Prozent.<\/li>\n<li>Eine deutliche Belebung des sozialen Wohnungsbaus der fast zum Erliegen gekommen ist.<\/li>\n<li>Wiedereinf\u00fchrung der ausgesetzten Verm\u00f6genssteuer.<\/li>\n<li>Erh\u00f6hung der Erbschaftssteuer von derzeit 1,5 Prozent.<\/li>\n<li>Einf\u00fchrung der Finanztransaktionssteuer (lt. Sch\u00e4uble 40 Mrd. Euro pro Jahr).<\/li>\n<li>Unternehmen sollten mit 1 Prozent an der Mehrwertsteuer beteiligt werden, das w\u00e4ren Mehreinnahmen von \u00fcber 40 Milliarden Euro pro Jahr.<\/li>\n<li>Folge Agenda 2011-2012 zu weiteren Reformvorschl\u00e4gen f\u00fcr die gro\u00dfen Probleme der Zivilgesellschaft und Angeboten die aus der Griechenland-Krise f\u00fchren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Initiative Agenda 2011-2012 stellte der \u00d6ffentlichkeit im Mai 2010 per Internet und Sachbuch ein Sanierungsprogramm mit einem heutigen Finanzrahmen von 275 Milliarden  Euro vor, das f\u00fcr ausgeglichene Haushalte und R\u00fcckf\u00fchrung der Staatsschulden steht. Damit kann eine 45 Jahre dauernde Phase \u00fcberwunden werden, in der die Staatsausgaben Deutschlands h\u00f6her sind als die Staatseinnahmen. Ein Investitionsstau von rund 320 Milliarden Euro und eine Staats\u00fcberschuldung auf 400 Milliarden Euro bilden einen Finanzbedarf von fast 720 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>Der Bundeshaushalt hat ein Finanzvolumen von rund 300 Mrd. Euro. Davon entfallen auf die Deckung der Sozialsysteme Renten und Gesundheitswesen rund 150 Mrd. Euro. Ein Indiz, dass die restlichen Staatseinnahmen in H\u00f6he von 150 Mrd. Euro  in absehbarer Zeit nicht ausreichen, um den globalen Problemen gerecht zu werden.  Bei privaten Verm\u00f6gen von rund 12 Billionen Euro wird die steigende Armut als sozial verwerflich empfunden. Es wird f\u00fcr eine angemessene Beteiligung der Verm\u00f6genselite an den Staatskosten gestimmt.<\/p>\n<p>Dieter Neumann<\/p>\n<p>Agenda 2011 &#8211; 2012<br \/>\nAgenda News<br \/>\nUnion f\u00fcr Soziale Sicherheit<br \/>\nDieter Neumann<br \/>\nWintershall Allee 7<br \/>\n31275 Lehrte<br \/>\nInfo@agenda2011-2012.de<br \/>\nhttp:\/\/www.agenda2011-2012.de<\/p>\n<p>Die Initiative Agenda 2011-2012 stellte der \u00d6ffentlichkeit und 1.000 Personen des \u00f6ffentlichen Lebens bereits im Mai 2010 ein Sanierungskonzept mit einem heutigen Finanzrahmen von 275 Mr. Euro vor das f\u00fcr ausgeglichene Haushalte und R\u00fcckf\u00fchrung der Staatsschulden steht. Es werden L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge f\u00fcr die gro\u00dfen Probleme der Zivilgesellschaft vorgestellt. Um diese Ziele politisch zu realisieren kooperiert Agenda 2011-2012 mit der sich in Gr\u00fcndung befindenden \u201eUnion f\u00fcr Soziale Sicherheit\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lehrte, 09.07.2015 Bei den ersten Anzeichen der Ukraine-Krise herrschte Panik, gro\u00dfe politische Aufregung und Unverm\u00f6gen die Krise abzuwenden. 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