{"id":1780,"date":"2015-09-10T00:49:19","date_gmt":"2015-09-09T22:49:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=1780"},"modified":"2015-09-14T18:34:26","modified_gmt":"2015-09-14T16:34:26","slug":"1780","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=1780","title":{"rendered":"Fl\u00fcchtlinge \u2013 Chancen, Risiken und kulturelle Vielfalt"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.agenda-news.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Bilder-20x125mm_UfSS-pro-Familie-40.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1781\" src=\"http:\/\/www.agenda-news.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Bilder-20x125mm_UfSS-pro-Familie-40.jpg\" alt=\"Bild: Agenda 2011-2012\" width=\"236\" height=\"148\" \/><\/a>(Agenda-News.de)\u00a0 Noch ist das Ausma\u00df der Fl\u00fcchtlingswelle &#8211; die Vor-und Nachteile &#8211; nur schemenhaft zu erkennen. Den Vereinten Nationen geht das Geld aus, Geberl\u00e4nder zahlen nicht mehr. Nur Deutschland h\u00e4lt die Fahne f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge hoch. Wie lange noch?<\/p>\n<p>Es gibt Zeitgenossen die meinen, dass Fl\u00fcchtlinge unsere Chance sind. Im Arbeitsmarkt besteht folgendes Problem: Wenn ein Unternehmer einen Arbeitslosen oder einen Facharbeiter sucht, ob \u00fcber eine Annonce oder Jobcenter, scheitert das in der Regel daran, dass\u00a0 beide Bewerber nicht dem Anforderungsprofil des Arbeitgebers entsprechen. Abitur, gute Sprachkenntnisse, Bildung und Ausbildung, besondere Qualifikationen und Fachwissen spielen eine entscheidende Rolle. Voraussetzungen die ein Fl\u00fcchtling aus dem Mittleren Osten oder Afrika im Regelfall\u00a0 nicht erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Es dauert Jahre bis sie in diesem Sinne qualifiziert sind. Um diesen Status zu erreichen ben\u00f6tigen sie ein menschenw\u00fcrdiges Einkommen &#8211; bei uns 399 Euro Regelsatz plus Wohnung und Nebenkosten. Hinzu kommen Kosten f\u00fcr Sprachkurse, Krankenversicherung und Kindergeld. Fl\u00fcchtlinge werden vorzugsweise in l\u00e4ndlichen Bereichen oder strukturschwachen St\u00e4dten untergebracht und nicht in Ballungsgebieten in denen Arbeitnehmer-\/innen fehlen. Eine Millionen Fl\u00fcchtlinge kosten dem Staat unter diesen Gesichtspunkten \u00a0rund 10 Milliarden Euro pro Jahr. Hinzu kommen Kosten der Grenz\u00fcberschreitung: Transportkosten,\u00a0 Kosten f\u00fcr Aufnahmelager, f\u00fcr 3.000 neue Stellen bei der Bundespolizei, 2.000 neue Stellen f\u00fcr Sachbearbeiter\/-innen in den Aufnahme-und Durchgansstationen,\u00a0 fehlende Kitapl\u00e4tze, fehlende Pflege- und Erzieherinnen.<\/p>\n<p>Die Nachfrage an bezahlbarem Wohnraum ist eklatant. Der Soziale-Wohnungsbau ist quasi zum Erliegen gekommen. Der Bestand an Sozialwohnungen liegt bei rund 1,6 Millionen. Sie alle fallen in den n\u00e4chsten Jahren aus der Mietpreisbindung. Den Bedarf an preiswerten Wohnungen beziffern Experten auf j\u00e4hrlich 350.000 Wohnungen. Nur investieren will\u00a0 darin keiner, da die Renditen auf dem freien Wohnungsmarkt viel h\u00f6her sind. Wenn und wann sie entstehen (1996,1997, 1998), es warten dann wieder pro Jahr 500.000\u00a0 neue qualifizierte Einwanderer und 500.000 Fl\u00fcchtlinge darauf.<\/p>\n<p>Es fehlen au\u00dferdem preiswerte Wohnungen f\u00fcr\u00a0 Einheimische: 17,4 Millionen Besch\u00e4ftigte die unter 5, 6, 7, 8, und 8,50 Euro verdienen,\u00a0 9,45 Millionen Rentner, darunter 4 Mio. mit Bruttorenten unter 500 Euro und 5,45 mit Bruttorenten unter 700 Euro.\u00a0 Rund 7 Millionen Regelsatz-Empf\u00e4nger, junge Familien mit Kindern, Alleinerziehende und Studenten die eine bezahlbare Bleibe suchen. Deutschland ist das Niedriglohn- und Niedrigrentenland Nummer 1 in Europa, was auf die Binnennachfrage dr\u00fcckt.<\/p>\n<p>Deutschland hat 2014\/2015 einen Bundeshaushalt von 300 Mrd. Euro. Darin enthalten sind 24,3 Mrd. Euro Kapitalmarktzinsen, rund 155 Mrd. Euro f\u00fcr Arbeit\/Soziales, Wehretat und 25,4 Mrd. Euro f\u00fcr Bundespr\u00e4sidialamt, Bundesrat, Bundesverfassungsgericht,\u00a0 Bundeskanzleramt, Bundesrechnungshof und allgemeine Finanzverwaltung, enthalten. Wie will die Bundesregierung mit den restlichen 100 Mrd. Euro das Staatsschiff auf Kurs halten und Reformen, Investitionen, soziale Gerechtigkeit und Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6me finanzieren? Helmut Kohl und die Schwarz\/Gelbe Koalition schafften 1991 ohne Not die B\u00f6rsenumsatzsteuer ab und \u00a0setzen 1997 die Verm\u00f6gensteuer aus und verzichtete auf rund 750 Mrd. Euro Steuereinnahmen.<\/p>\n<p>Die Menschen die nach Deutschland kommen sind eine kulturelle Bereicherung. F\u00fcr Rechtsradikale, die immer mehr Zustimmung erhalten, sind Fl\u00fcchtlinge aus den sicheren L\u00e4ndern lediglich Wirtschaftsfl\u00fcchtlinge und Sozialschmarotzer. Alle die meinen, dass Deutschland diese Aufgaben schultern und meistern\u00a0 wird, dabei keinen Schaden leidet,\u00a0 sollten sich daran erinnern, was sie vor der letzten Bundestagswahl gefordert und danach erhalten haben. Sie wollten die Wiedereinf\u00fchrung der B\u00f6rsenumsatzsteuer (Einnahmeverlust seit 1991 rund 350 Mrd. Euro) und die Wiedereinf\u00fchrung der Einkommenseuer (Einnahmeverlust seit 1997 rund 350 Mrd. Euro). Erh\u00f6hung der Erbschaftssteuer und h\u00f6here Steuern f\u00fcr Einkommen ab 150.000 Euro. Die Einf\u00fchrung des Mindestlohns von 8,50 Euro, von dem 17,4 Mio. nicht organisierte Besch\u00e4ftigte ausgeschlossen sind, weil ihre Stundenl\u00f6hne von unter 5, 6, 7, 8, und 8,50 Euro liegen.<\/p>\n<p>Davon sind 4 Mio. Rentner betroffen die eine Bruttorente von unter 500 Euro und 5,45 Mio. die\u00a0 eine Bruttorente unter 700 Euro erhalten. 2,5 Mio. arme Kinder, 1,6 Mio. Alleinerziehende und 1,3 Mio. Schwerbehinderte mit gek\u00fcrzten Renten \u00a0wissen nicht wie sie \u00fcber die Runden kommen sollen. Legt sich der allgemeine Begr\u00fc\u00dfungsjubel erst einmal, k\u00f6nnte die Stimmung schnell umschlagen. Was ist zu tun? Die Initiative Agenda 2011-2012 hat der \u00d6ffentlichkeit bereits im Mai 2010 ein Sanierungsprogramm vorgestellt, das f\u00fcr ausgeglichene Haushalte und R\u00fcckf\u00fchrung der Staatsschulden steht. Er werden umfassende und weitreichende L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge f\u00fcr die gro\u00dfen Probleme angeboten.<\/p>\n<p>Dieter Neumann<\/p>\n<p>Agenda2011-2012<br \/>\nAgenda News<br \/>\nUnion f\u00fcr Soziale Sicherheit<br \/>\n31275 Lehrte<br \/>\nInfo@agenda2011-2012.de<br \/>\nhttp:\/\/www.agenda2011-2012.de<\/p>\n<p>Die Initiative \u201eAgenda 2011-2012\u201c und die \u201eUnion f\u00fcr Soziale Sicherheit\u201c \u00a0geben Antworten auf die Probleme dieser Zeit. Bereits im Mai 2010 wurde der \u00d6ffentlichkeit ein Sanierungskonzept mit einem Finanzrahmen von 275 Mrd. Euro vorgestellt, das f\u00fcr ausgeglichene Haushalte und R\u00fcckf\u00fchrung der Staatsschulden steht. Aufgeschlossene Menschen, die Politik wagen, erleben und gestalten m\u00f6chten, sind in der UFSS herzlich willkommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Agenda-News.de)\u00a0 Noch ist das Ausma\u00df der Fl\u00fcchtlingswelle &#8211; die Vor-und Nachteile &#8211; nur schemenhaft zu erkennen. Den Vereinten Nationen geht das Geld aus, Geberl\u00e4nder zahlen nicht mehr. Nur Deutschland h\u00e4lt die Fahne f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge hoch. Wie lange noch? 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