{"id":2209,"date":"2016-01-29T07:21:11","date_gmt":"2016-01-29T06:21:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=2209"},"modified":"2016-01-29T07:23:08","modified_gmt":"2016-01-29T06:23:08","slug":"politik-und-realitat-mehr-netto-vom-brutto","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=2209","title":{"rendered":"Mehr Netto vom Brutto &#8211; Politik und Realit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.agenda-news.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/17.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2210\" src=\"http:\/\/www.agenda-news.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/17.jpg\" alt=\"Bild: Agenda 2011-2012\" width=\"167\" height=\"167\" srcset=\"http:\/\/www.agenda-news.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/17.jpg 167w, http:\/\/www.agenda-news.de\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/17-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 167px) 100vw, 167px\" \/><\/a>(Agenda 2011-2012)\u00a0 Was ist aus den Forderungen von CDU\/CSU, SPD, Gewerkschaften und Besch\u00e4ftigten geworden, die vehement \u201emehr Netto vom Brutto\u201c fordern? Sie werden dabei von Wirtschaftswissenschaftlern, \u00d6konomen und Experten unterst\u00fctzt, die anl\u00e4sslich der j\u00e4hrlichen Export\u00fcbersch\u00fcsse von rund 100 Mrd. Euro f\u00fcr ad\u00e4quate Lohnerh\u00f6hungen stimmten. Deutschland ist zum Niedriglohn- und Niedrigrentenland Nummer eins in Europa abgestiegen.<\/p>\n<p>Nach Zahlen der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit gab es <strong>2014 fast drei Millionen Arbeitslose. Doch mit \u00fcber 7 Millionen waren deutlich mehr als doppelt so viele Menschen in Deutschland abh\u00e4ngig von Arbeitslosengeld oder Hartz IV-Leistungen \u2013 darunter etwa 1,7 Millionen Kinder. Denn nur einen Teil derer, die ihren Lebensunterhalt mit staatlicher Unterst\u00fctzung bestreiten m\u00fcssen, z\u00e4hlt die Bundesagentur f\u00fcr Arbeit auch tats\u00e4chlich zu den Arbeitslosen. <\/strong><strong><\/strong><\/p>\n<p><strong>2014 erhielten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Bruttol\u00f6hne und Bruttogeh\u00e4lter in H\u00f6he von 1.485 Mrd. Euro. Das Bruttoeinkommen lag durchschnittlich bei 2.645 Euro und das Nettoeinkommen bei 1.761 Euro. Somit entfielen auf Sozialabgaben und Steuern 884 Euro oder 50 Prozent \u201esichtbare Steuern\u201c. An verdeckten Steuern kamen hinzu:<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Wenn sie im Monat nur die 399 Euro ausgeben, die 7 Millionen Regelsatz-Empf\u00e4nger zum Lebensunterhalt beziehen, sind das 54 % Mehrwertsteuern. Im Durschnitt f\u00e4hrt jeder Autofahrer 12.500\u00a0 km mit dem Pkw. Bei einem Verbrauch von 8 Liter Kraftstoff pro 100 km und 1,20 Spritkosten sind das 1.000 Euro, in denen 645 Euro Energiesteuern (pro Monat 53,75 plus 10,25 Euro MWST. = 64 Euro)\u00a0 \u00a0enthalten sind. Durch den Soli, der kalten Progression und dadurch, dass sie rund ein Prozent (20 Mrd. Euro mehr als Arbeitgeber) an Krankenkassenbeitr\u00e4gen zahlen, werden sie monatlich zus\u00e4tzlich mit rund 50 Euro belastet.<\/p>\n<p>Kommen nur 40 Euro KFZ-Versicherung, 20 Euro KFZ-Steuern und eine monatliche Rate von 100 Euro hinzu, verbleiben 1.589 Euro in der Haushaltskasse. Aber nur dann, wenn keine Grunderwerbssteuern, Versicherungssteuern, Hundesteuern, Lebensversicherungen, Hausratsversicherung usw. f\u00e4llig werden. Politiker, Arbeitgeber und Gewerkschaften sind f\u00fcr diese Entwicklung und daf\u00fcr, dass die L\u00f6hne und Geh\u00e4lter in den letzten 10 Jahren real um 0,51 Prozent gestiegen sind, zust\u00e4ndig. Arbeitnehmer zahlen Lohnsteuer und Einkommensteuer bis 42 % plus 3 % Reichensteuern ab 250.000 Euro.<\/p>\n<p>Eine Minderheit besitzt in Deutschland \u00fcber 12 Billionen Euro Privatverm\u00f6gen und zahlt darauf keine Verm\u00f6gensteuer. An der B\u00f6rse haben sie mit 2 Billionen Euro Kundengeldern spekuliert, die Banken, Versicherungen, Stiftungen, Fonds, Gewerkschaften, ADAC und Reiche dort platzierten. 2015 haben sie dort 9 Prozent Gewinne (180 Mrd. Euro) erzielt, von denen ihre Kunden\/Mitglieder keinen Cent erhalten. Das ist so selbstverst\u00e4ndlich wie die Streichung der B\u00f6rsenumsatzsteuer (1991) und Aussetzung der Verm\u00f6gensteuer (1997) durch Helmut Kohl, die zu Steuerverlusten von rund 750 Mrd. Euro gef\u00fchrt haben.<\/p>\n<p>Der Krise, in der sich Deutschland befindet, werden weitere folgen. Ein wesentlicher Grund ist das unabbaubar erscheinende Staatsdefizit von 2.045 Mrd. Euro. Die Bundesregierung sitzt auf einer Staats\u00fcberschuldung von rund 320 Mrd. Euro und einem Investitionsstau von \u00fcber 320 Mrd. Euro. In den letzten 45 Jahren wurde keine DM oder Euro getilgt. Der Graben zwischen Armen und Reichen wird immer breiter. Der Graben zwischen Staatsausgaben und Staatseinnahmen immer tiefer und das Tal zwischen Recht und Wirklichkeit erscheint un\u00fcberwindbar. Die Menschen haben Angst, dass alles so weitergeht und Probleme ausgesessen werden.<\/p>\n<p>Die Bundeswehr wurde von 331.000 Soldatinnen und Soldaten auf 178.000 gek\u00fcrzt. Wo sind die Synergieeffekte? Die Wahrheit ist, dass der Wehretat weiterhin auf einem Niveau von 30 Milliarden Euro liegt, aber wie von der Nato gefordert und zugesagt bei 2 % vom Bruttoinlandprodukt, n\u00e4mlich 59 Mrd. Euro. Von der Leyen will bis 2030 zus\u00e4tzlich in eine materiell marode Bundeswehr 130 Mrd. Euro investieren. Sie unterschreitet\u00a0 bis dahin die NATO-Forderung von 435 Mrd. Euro um 305 Milliarden Euro. Das ist ein Schlag ins Gesicht der NATO, Frankreichs und Englands die 2 bis 2,2 Prozent ihres BIP beitragstreu einsetzen.<\/p>\n<p>Immer weniger Netto vom Brutto, immer weniger f\u00fcr 13 Millionen Arme inklusiv 2,5 Mio. arme Kinder und immer mehr Reiche, die keine oder geringere Steuern zahlen. Agenda 2011-2012 bietet der \u00d6ffentlichkeit ein Kontrastprogramm an, das f\u00fcr ausgeglichene Haushalte und R\u00fcckf\u00fchrung der Staatsschulden steht. Anhand von 33 Schwerpunktthemen wird ein Programm f\u00fcr eine Staatssanierung angeboten. Als Anlage findet der User 450 Berichte die L\u00f6sungen f\u00fcr die vielen kleinen und gro\u00dfen Probleme\/Aufgaben anbieten. Dabei spielt das Ziel, eine angemessene Beteiligung aller Gesellschaftsschichten an den Staatskosten, eine entscheidende Rolle.<\/p>\n<p>Dieter Neumann<\/p>\n<p>Agenda 2011-2012<br \/>\nAgenda News<br \/>\nUnion f\u00fcr Soziale Sicherheit<br \/>\nDieter Neumann<br \/>\nWintershall Allee 7<br \/>\n31275 Lehrte<br \/>\nInfo@agenda2011-2012.de<br \/>\nhttp:\/\/www.agenda2011-2012.de<\/p>\n<p>Dieter Neumann, Lehrte, Autor, freier Journalist, Mitglied im Verband Deutscher Pressejournalisten, gr\u00fcndet im Mai 2010 Agenda 2011-2012, eine Initiative von B\u00fcrgern f\u00fcr B\u00fcrger. Sie hat das Ziel, dass alle Gesellschaftsschichten gerecht und angemessen an den Kosten des Staates beteiligt werden. Dazu wurde der \u00d6ffentlichkeit ein Sanierungsprogramm mit einem j\u00e4hrlichen Finanzrahmen von 275 Milliarden Euro angeboten, das f\u00fcr ausgeglichene Haushalte und R\u00fcckf\u00fchrung der Staatsschulden steht.<\/p>\n<p>Das Programm ist auf 4 Jahre ausgelegt und kann danach stufenweise zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. Mit dem Sanierungsprogramm sind \u00fcber 450 Pressemitteilungen verbunden, die L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge f\u00fcr die vielen kleinen und gro\u00dfen Probleme und Aufgaben anbieten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Agenda 2011-2012)\u00a0 Was ist aus den Forderungen von CDU\/CSU, SPD, Gewerkschaften und Besch\u00e4ftigten geworden, die vehement \u201emehr Netto vom Brutto\u201c fordern? Sie werden dabei von Wirtschaftswissenschaftlern, \u00d6konomen und Experten unterst\u00fctzt, die anl\u00e4sslich der j\u00e4hrlichen Export\u00fcbersch\u00fcsse von rund 100 Mrd. 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