{"id":2772,"date":"2016-10-14T08:07:29","date_gmt":"2016-10-14T06:07:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=2772"},"modified":"2016-10-14T08:07:29","modified_gmt":"2016-10-14T06:07:29","slug":"150-billionen-euro-umsatz-und-kein-ende-der-krise-in-sicht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=2772","title":{"rendered":"150 Billionen Euro Umsatz und kein Ende der Krise in Sicht"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.agenda-news.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Wikipediat-Statistik-24.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.agenda-news.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Wikipediat-Statistik-24.jpg\" alt=\"Wikipedia\" width=\"180\" height=\"132\" class=\"alignleft size-full wp-image-2773\" \/><\/a>Lehrte. Seit 1970 ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Wirtschaftsleistung eines Landes, von 300 Mrd. Euro auf 74.638 Mrd. Euro (Destatis) gestiegen und hat einen Umsatz von 149.276 Mrd. Euro bewirkt. Der Traum von Kapitalisten und Konservativen &#8211; ein st\u00e4ndiges Wirtschaftswachstum &#8211; schien in Erf\u00fcllung zu gehen. An der Produktivit\u00e4t waren Generationen von flei\u00dfigen und ehrlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beteiligt.<\/p>\n<p>Infolge des Immobiliencrashs 2008\/2009 in den USA und der daraus resultierenden Schuldenkrise ist das BIP 2010 erst- und einmalig  in 46 Jahren, um 4,1 Prozent eingebrochen oder 100 Mrd. Euro. Dieser Verlust wurde durch 100 Mrd. Euro weniger Schuldzinsen und 100 Mrd. h\u00f6heren nicht geplanten Steuereinnahmen, mehr als ausgeglichen. Helmut Kohl hat in seiner Amtszeit (1982-1998) die gr\u00f6\u00dften Einnahmenverluste aller Zeiten produziert. <\/p>\n<p>Kann man die 180 Mrd. Euro Schulden unter Brandt\/Schmidt noch als Regiefehler betrachten, haben die Entscheidungen von Helmut Kohl eine andere Tragweite. 1989 hat Kohl die Senkung der Lohnsteuer und Einkommensteuer (LSt\/ESt) von 56 auf 53 % auf  den Weg gebracht, die 2001 auf 51 %, 2004 auf 46.5 % und 2006 auf 42 % gesenkt wurden. Die Senkung der LSt\/ESt um 14 % bedeutet alleine f\u00fcr 2015 Steuerverluste von 29 Mrd. Euro! 1991 wurde die B\u00f6rsenumsatzsteuer ersatzlos gestrichen und 1997 die Verm\u00f6gensteuer ausgesetzt. Dadurch haben Kohl, Schr\u00f6der und Merkel auf Steuereinnahmen von rund 1.280 Mrd. Euro verzichtet, was 768 Mrd. Euro Zinsen gekostet hat.<\/p>\n<p>Die Regierungen haben bis heute das Staatsdefizit in H\u00f6he von 2.048 Mrd. Euro nicht reduziert, sondern \u00fcber Kredite finanziert. In dieser Situation haben Konservative und Kapitalisten, sprich Politiker, \u00d6konomen und Experten, den n\u00e4chsten Traum realisiert. Mit der Nullzinspolitik der EZB wurden Sparguthaben von den Konten getrieben, um h\u00f6here Investitionen zu erzwingen. Sie haben gleichzeitig an den Standbeinen von Banken und Sparkassen ges\u00e4gt, die auf Zinsen aus Spareinlagen und Kreditgeb\u00fchren angewiesen sind &#8211; das angestammte Gesch\u00e4ft.<\/p>\n<p>Die Auswirkungen dieser Politik sind schwerwiegend. Nicht nur, dass in 46 Jahren kein Kapital gebildet wurde, Deutschland entwickelte sich zum Niedriglohn- und Niedrigrentenland Nummer 1 in Europa. Es wurden 16 Mio. Arme, darunter 2,5 Mio. arme Kinder, ebenso wenig verhindert, wie 13 Mio. Besch\u00e4ftigten der Mindestlohn von 8,50 Euro verweigert. Sie sind an Tarifvertr\u00e4gen mit Stundenl\u00f6hnen von brutto unter 5, 6, 7, 8 und 850 Euro gebunden.<\/p>\n<p>Weiteren 7 Mio. Regelsatzempf\u00e4ngern, 4 Mio. Rentnern mit Bruttorenten unter 500 Euro und 5,45 Mio. mit Bruttorenten unter 700 Euro wird eine Anpassung der niedrigen Bez\u00fcge an die Armutsgrenze von netto 979 Euro verweigert. Das ist sozial verwerflich. Die Bemessungsgrenze f\u00fcr Renten liegt in der EU zwischen 60 und 101 % und wird in Deutschland auf unter 4O Prozent sinken. Rentner erhalten f\u00fcr ihr Lebenswerk zuk\u00fcnftig keine angemessenen Bez\u00fcge, sondern ein Gnadenbrot vom Staat.<\/p>\n<p>Ging man bisher davon aus, dass bis 2040 rund 15 Mio. qualifizierte Arbeitnehmer\/innen fehlen, wird nun wissenschaftlich belegt, das bis dahin 20 Mio. Menschen ihre Arbeit verlieren werden. Die Gesellschaft ist kapitalbezogen und konservativ ausgerichtet, es fehlt die Orientierung. Politiker sind immer unternehmerfreundlicher geworden. Es fehlt die Einsicht, dass nur eine parit\u00e4tische, angemessene Beteiligung aller Gesellschaftsschichten an den Kosten des Staates aus der Krise f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Agenda 2011-2012 gibt komplexe Antworten auf die Schuldenkrise. Bereits im Mai 2010 wurde der \u00d6ffentlichkeit im Internet ein Sanierungsprogramm zur Diskussion angeboten, das mit einem aktuellen Finanzrahmen von 275 Mrd. Euro f\u00fcr ausgeglichene Haushalte und R\u00fcckf\u00fchrung der Staatsschulden steht. Das Gr\u00fcndungsprotokoll ist als Sachbuch erschienen und unter dem Titel \u201eProtokoll einer Staatssanierung &#8211; Wege aus der Krise\u201c im Buchhandel, bei Amazon oder Agenda 2011-2012 f\u00fcr 8,99 Euro erh\u00e4ltlich. Zukunft ist da, wo Agenda 2011-2012 ist.<\/p>\n<p>Dieter Neumann  <\/p>\n<p>Agenda 2011-2012<br \/>\nAgenda News<br \/>\nDieter Neumann<br \/>\nAhltener Stra\u00dfe 25<br \/>\n31275 Lehrte<br \/>\nE-Mail: agenda2011-2012@t-online.de<br \/>\nhttp:\/\/www.agenda2011-2012.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lehrte. Seit 1970 ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Wirtschaftsleistung eines Landes, von 300 Mrd. Euro auf 74.638 Mrd. Euro (Destatis) gestiegen und hat einen Umsatz von 149.276 Mrd. Euro bewirkt. 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