{"id":4268,"date":"2018-12-21T07:49:20","date_gmt":"2018-12-21T06:49:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=4268"},"modified":"2018-12-21T07:49:20","modified_gmt":"2018-12-21T06:49:20","slug":"agenda-news-einigung-im-bahn-tarifstreit-nur-244-prozent-mehr-lohn","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=4268","title":{"rendered":"Agenda News: Einigung im Bahn Tarifstreit \u2013 \u201enur\u201c 2,44 Prozent mehr Lohn"},"content":{"rendered":"<p><div id=\"attachment_4241\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.agenda-news.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/36_Agenda-2011-2013-Soziale-Gerechtigkeiz-233.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4241\" src=\"http:\/\/www.agenda-news.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/36_Agenda-2011-2013-Soziale-Gerechtigkeiz-233.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" class=\"size-full wp-image-4241\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4241\" class=\"wp-caption-text\">Pressebericht Nr. 671<\/p><\/div>Gewerkschaften und Unternehmen stellen den Besch\u00e4ftigten in Aussicht, fair entlohnt zu werden. Nach der Tarifeinigung steigen die L\u00f6hne in zwei Stufen um 3,5 Prozent zum 1 Juli 2019, danach um 2,6 % zum 1. Juli 2020.<\/p>\n<p>Lehrte, 21.12.2018. Bei einer Laufzeit von 29 Monaten ist das eine Erh\u00f6hung von 2,44 % pro Jahr. Gefordert wurden 7,5 %, abgeschlossen wurden 6,1 %, oder effektiv pro Jahr 2,44 %. Geht man von einer Inflationsrate von 2 % f\u00fcr die Laufzeit von 29 Monaten aus, betr\u00e4gt der reale Lohnzuwachs nur 0,44 Euro \u2013 eine Frechheit und Zumutung f\u00fcr die Streikenden. Da hilft auch eine Einmalzahlung von 1.000 Euro nicht viel. Diese 1.000 Euro reichen gerade einmal f\u00fcr l\u00e4ngst f\u00e4llige Wohnungsrenovierungen, PKW-Reparaturen, einen \u00fcberf\u00e4lligen Urlaub usw. aus.<\/p>\n<p>Es ist bei den Tarifpartnern Gewerkschaften und Unternehmen nicht zu erkennen, in welcher Form sie k\u00fcnftig \u201edie Inflationsrate\u201c bei den Lohnverhandlungen einbeziehen k\u00f6nnen und wollen. F\u00fcr die Planung des Bundeshaushalts legt der Finanzminister das zu erwartende Wirtschaftswachstum zugrunde. F\u00fcr 2018 liegen die korrigierten Erwartungen bei einem Zuwachs von 1,3 %. Die Inflationsrate liegt vergleichsweise bei 2,3 Prozent. <\/p>\n<p>Die Regierung sollte f\u00fcr 2019 eine Inflationsrate vorgeben, die bei 1,8 bis 2,2 % liegen d\u00fcrfte. Nimmt man den Mittelwert von 2 %, w\u00e4re das die Basis, auf der Lohnverhandlungen stattfinden d\u00fcrften. Unter diesen Umst\u00e4nden m\u00fcsste die Lohnerh\u00f6hung f\u00fcr die Bahn bei 4,44 % liegen. In Anbetracht der neuen Situation w\u00e4re es vorstellbar, dass die Tarifeinigung etwas niedriger ausgefallen w\u00e4re. Seit 1950 sind Gewerkschaften und Unternehmen eigenverantwortlich f\u00fcr die Lohngestaltung in Deutschland.<\/p>\n<p>Von \u00d6konomen, Wirtschaftswissenschaftlern, Wirtschaftsvereinigungen und Experten wird seit Jahren gefordert, die milliardenschweren Export\u00fcbersch\u00fcsse (2013 bis 2017 plus 1.150 Mrd. Euro (Statista), durch Lohnerh\u00f6hungen wenigstens teilweise abzubauen. Die von Agenda 2011-2012 vorgeschlagene Neuregelung bei Tariferh\u00f6hungen trifft genau diesen Punkt. Das deutsche Steuersystem ist in den vergangenen Jahren ungerechter geworden. W\u00e4hrend insbesondere Verm\u00f6gende und Unternehmen entlastet wurden, m\u00fcssen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer immer mehr zur Finanzierung \u00f6ffentlicher Aufgaben beitragen.<\/p>\n<p>Schr\u00f6der ging mit Agenda 2010 noch einen Schritt weiter und f\u00fchrte Dumpingl\u00f6hne, Leiharbeit, Minijobs und Zeitarbeit ein. Er schickte einen gro\u00dfen Teil der Besch\u00e4ftigten, mit fallender Bemessungsgrenze f\u00fcr Renten bis 2040 auf 43 %, in Altersarmut. Damit hat Schr\u00f6der Deutschland zum Niedriglohnland und Niedrigrentenland Nummer 1 in der EU gemacht. Die Politik ist immer unternehmerfreundlicher geworden und vernachl\u00e4ssigt die unteren Einkommen.<\/p>\n<p>Agenda 2011-2012 ist der Zeit weit voraus und gibt auf diese Probleme komplexe Antworten, die weit in die Zukunft reichen. Bereits im Mai 2010 wurde der \u00d6ffentlichkeit im Internet ein Konzept zur Diskussion angeboten, das mit einem aktuellen Finanzrahmen von 275 Mrd. Euro f\u00fcr ausgeglichene Haushalte und R\u00fcckf\u00fchrung der Staatsschulden steht. <\/p>\n<p>Dieter Neumann<\/p>\n<p>Agenda 2011-2012<br \/>\nAgenda News<br \/>\nDieter Neumann<br \/>\nAhltener Stra\u00dfe 25<br \/>\n31275 Lehrte<br \/>\nTelefon\/Fax 05132-52919<br \/>\ninfo@agenda2011-2012.de \u2013<br \/>\nhttp:\/\/www.agenda2011-2012.de<\/p>\n<p>Agenda 2011-2012 wurde im Mai 2010 gegr\u00fcndet und ist ein globales Konzept gegen Finanzkrisen. Der \u00d6ffentlichkeit wurde parallel dazu im Internet ein Sanierungskonzept mit einem j\u00e4hrlichen Finanzrahmen von 275 Milliarden Euro zur Diskussion angeboten, das f\u00fcr ausgeglichene Haushalte und R\u00fcckf\u00fchrung der Staatsschulden steht. Das Gr\u00fcndungsprotokoll ist 2010 als Sachbuch erschienen und aus Authentizit\u00e4tsgr\u00fcnden in der Staatsbibliothek Berlin hinterlegt.<\/p>\n<p>Agenda News ist das Presseorgan von Agenda 2011-2012. Presseberichte von Agenda News sind Spots zum Sachbuch Agenda 2011-2012 \u201eProtokoll einer Staatssanierung \u2013 Wege aus der Krise\u201c, Dieter Neumann, Books on DEMAND-Verlag Mai 2016. Fazit: \u201eDie Krise wird nur mit einer angemessenen Beteiligung aller Gesellschaftsschichten, Reichen, Dienstleistern (70 % vom BIP) und Produzenten (30 % vom BIP) an den Staatskosten \u00fcberwunden<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gewerkschaften und Unternehmen stellen den Besch\u00e4ftigten in Aussicht, fair entlohnt zu werden. Nach der Tarifeinigung steigen die L\u00f6hne in zwei Stufen um 3,5 Prozent zum 1 Juli 2019, danach um 2,6 % zum 1. Juli 2020. Lehrte, 21.12.2018. 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