{"id":438,"date":"2013-02-03T16:22:48","date_gmt":"2013-02-03T15:22:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=438"},"modified":"2013-02-03T16:22:48","modified_gmt":"2013-02-03T15:22:48","slug":"wenn-da-nicht-die-unterschicht-ware","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=438","title":{"rendered":"Wenn da nicht die Unterschicht w\u00e4re"},"content":{"rendered":"<p>Lehrte, 3.2.2013   2012 bezogen 41,6 Millionen Besch\u00e4ftigte Arbeitsentgelte von 1.375,60 Mrd. Euro. Nach Abzug von Sozialbeitr\u00e4gen und  Lohnsteuern verblieben Nettol\u00f6hne und Geh\u00e4lter von 749,63 Mrd. Euro (54,5 Prozent). Mit einem durchschnittlichen Nettolohn von mtl. 1.689 Euro l\u00e4sst es sich recht gut leben. Dass darauf nur 178,15 Mrd. Lohnsteuern entfallen (13 Prozent) tr\u00e4gt seinen Anteil dazu bei. Die deutsche Wirtschaft ist 2011 um 3 Prozent gewachsen, davon profitierten rund 3,6 Millionen Unternehmen (99,3) Prozent kleine und mittlere Unternehmen).<\/p>\n<p>Daraus leitet die Politik ab, dass es rund 70 Prozent der Menschen relativ gut geht. Das ist der Gro\u00dfteil der Mittel-  und  Oberschicht. Bei der Unterschicht von rund 30 Prozent spielt es  anscheinend keine Rolle, dass 10,5 Mill. Besch\u00e4ftigte, 7 Mill. Regelsatz-Empf\u00e4nger, 2,5 Millionen  Kinder und 10 Millionen Rentner in Armut leben oder immer dichter an die Armutsgrenze rutschen. <\/p>\n<p>Das Renteneintrittsalter in Deutschland steigt stufenweise auf 67 Jahre. Noch nie sind so viele Menschen mit Abschl\u00e4gen in Rente gegangen wie 2011. Von den knapp 700.000 Neurentnern bekamen  rund die H\u00e4lfte &#8211; fast 337.000 &#8211; wegen vorzeitigen Rentenbezugs nicht das volle Ruhegeld.<\/p>\n<p>Die Fr\u00fchruhest\u00e4ndler erhielten im Schnitt 811 Euro Rente, sie schieden 36,25 Monate fr\u00fcher als gesetzlich vorgesehen aus dem Berufsleben aus. Der Anteil der Frauen mit Rentenabschl\u00e4gen stieg von 36,1 auf 51,7 Prozent im Jahr 2011(dpa). Diese Gesamtsituation wird von der Politik,  \u00d6konomen, Volkswirten, Wissenschaftlern und so genannten Experten nicht differenziert bewertet. <\/p>\n<p>Die deutsche Mittelschicht stellt die meisten W\u00e4hler, verliert aber immer mehr politischen Einfluss. Schuld ist das B\u00fcrgertum selbst: Es grenzt sich von der Unterschicht  ab, w\u00e4hnt sich an der Seite der Verm\u00f6genden &#8211; und st\u00e4rkt damit genau jene, die sich auf seine Kosten bereichern.<\/p>\n<p>Die Kosten dieses Selbstbetrugs sind enorm. W\u00e4hrend die Spitzenverdiener immer weniger belastet werden, verliert die Mittelschicht rapide. Schon jetzt m\u00fcssen normale Arbeitnehmer bis zu 53 Prozent ihrer Arbeitskosten als Steuern und Sozialabgaben abf\u00fchren &#8211; w\u00e4hrend umgekehrt Million\u00e4re ihre Eink\u00fcnfte nur mit durchschnittlich 34 Prozent versteuern. Die Kosten der Finanzkrise bleiben an der Unter- und Mittelschicht h\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Die Arbeitentgelte sind von 1995 bis 2012 um 1,3 Prozent gestiegen (Stat. Bundesamt), die Inflationsraten haben im selben Zeitraum die Erh\u00f6hungen kompensiert. Auf der anderen Seite sind die Unternehmensgewinne um 20 Prozent gewachsen. Die Mittel- und Oberschicht kann ihren Anteil aus 846 Mrd. Euro Mehrwertsteuern, 10,7 Mrd. Euro Vers.- Steuern, 40 Mrd. Euro Mineral\u00f6lsteuern, 12,7 Mrd. Euro Solidarit\u00e4tszuschlag, 10 Mrd. Euro Kfz-Steuern und 52 Mrd. Euro Gemeindesteuern locker bezahlen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Unterschicht stellen diese Belastungen un\u00fcberwindbare Hindernisse dar. Eine Millionen Haushalte die ihre Mieten  und eine Millionen die ihre Stromrechnungen nicht mehr bezahlen k\u00f6nnen , sind ein Fanal. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr Burnout Syndrome vieler Menschen liegen in Problemen die mit dem Arbeitsplatz verbunden sind. Die neuesten Studien beziehen nicht mit ein, dass wesentliche Gr\u00fcnde in den sozialen Problemen der Menschen  mit unteren Einkommen liegen. Sie haben nicht nur Angst um ihre Arbeitspl\u00e4tze sondern auch um ihre Sparguthaben und Renten, sie k\u00f6nnen ihre Schulden nicht abtragen.<\/p>\n<p>Sie sehen, dass die Regierungen seit 1970 mehr Geld ausgeben als sie    eingenommen haben und die Schulden  bis 2011 von 64 Mrd. DM  auf 2.071 Mrd. Euro gestiegen sind. Deutschland ist mit rund 550 Mrd. Euro \u00fcberschuldet. Es wurden Billionen-B\u00fcrgschaften f\u00fcr Banken, deren Schrottpapiere und Rettungsschirme \u00fcbernommen. F\u00fcr den europ\u00e4ischen Stabilit\u00e4tsmechanismus ESM  wurden Verpflichtungen von 190 Mrd. Euro \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>450 Mrd. Euro werden von Nehmerl\u00e4ndern bereitgestellt, die selbst  hoch \u00fcberschuldet sind. Deutschland hat in den letzten 40 Jahren Billionen Einnahme-Verluste produziert. Es hat den Anschein, dass die Koalition das Thema soziale Gerechtigkeit nicht besetzt und den Status der Unterschicht einfach hinnimmt. Sie hat m\u00e4chtige Gegner, die gesetzliche Mindestl\u00f6hne, eine Grundrente von 850 bis 950 Euro fordern. Sie sind f\u00fcr die Einf\u00fchrung der Verm\u00f6genssteuer, Erh\u00f6hung der Erbschaftssteuer und Abschaffung des Elterngeldes.<\/p>\n<p>SPD, B\u00fcndnis90\/Die Gr\u00fcnen, die Linken, die Piraten, Gewerkschaften,  Kirchen, Sozialverb\u00e4nde und Koalitionsanh\u00e4nger streiten gemeinsam f\u00fcr mehr soziale Gerechtigkeit. Bei allem Wohlwollen, vor allen Dingen den B\u00fcrgern gegen\u00fcber, die sich diesen Forderungen anschlie\u00dfen, keiner hat ein Konzept wie das bezahlt werden soll.<\/p>\n<p>Im Herbst 2009 waren es Visionen von einem starken sozial gepr\u00e4gten Staat, von sozialer Gerechtigkeit, ausgeglichenen Bundeshaushalten und R\u00fcckf\u00fchrung  der Staatsschulden. Im Mai 2010 wurde aus diesem Traum Wirklichkeit. Unter Agenda 2011 \u2013 2012 wurde der \u00d6ffentlichkeit ein Sanierungskonzept vorgestellt, das den Anforderungen  einer Krisen-L\u00f6sung gerecht wird. An Hand von 30 Schwerpunktthemen entstand  ein Anti-Schuldenprogramm mit einem j\u00e4hrlichen Volumen von \u00fcber 275 Mrd. Euro. Das Programm ist auf 10 Jahre ausgelegt und umfasst rund 3 Billionen Euro.<\/p>\n<p>Es beinhaltet die Finanzierbarkeit der Projekte und die Realisierung  einer Grundrente von monatlich 1.050 Euro f\u00fcr Ledige und 740 Euro pro Lebenspartner. Das Gr\u00fcndungsprotokoll ist als Buch erschienen und in der Staatsbibliothek hinterlegt. Zwischenzeitlich wurden unsere Seiten \u00fcber zwei Millionen Mal statistisch aufgerufen. Die Resonanz ist positiv, unser Engagement wird gew\u00fcrdigt. Was wichtiger ist, es hat sich bis heute keine Stimme der Kritik gefunden. Seit Mai 2010 haben wir die genannten Institutionen in unsere Arbeit einbezogen, die heute klar formulierte Vorstellungen zu einigen unserer Themen beziehen.<\/p>\n<p>\u201eWenn da nicht die Unterschicht w\u00e4re\u201c ist nicht das Thema: Das Thema ist, Menschen aus der Armut zu helfen, sie  und den Mittelstand zu st\u00e4rken, M\u00f6glichkeiten f\u00fcr eine bessere Ausbildung zu erlangen und mit einem gemeinsamen sozialen Engagement nachhaltige Impulse f\u00fcr die Gesellschaft zu geben. Diesen Themen f\u00fchlen wir uns bundes-, europa- und weltweit verpflichtet, sie haben einen Namen: Agenda 2011 \u2013 2012.<\/p>\n<p>Dieter Neumann<\/p>\n<p>Dieter Neumann<br \/>\nAgenda  2011 \u2013 2012<br \/>\nAgenda News<br \/>\nWintershall Allee 7<br \/>\n31275 Lehrte<br \/>\nTelefon &amp; Fax 05132-52919<br \/>\nhttp:\/\/www.agenda2011-2012-de<br \/>\nE-Mail: agenda2011-2012@t-online.de<\/p>\n<p>Agenda 2011 &#8211; 2012 setzt sich seit 2009 ehrenamtlich mit den Staatseinnahmen und Staatsausgaben der Bundesrepublik Deutschland auseinander. Es fehlen klare politische Konzepte wie die Staatsverschuldung von 2.071 Milliarden Euro, Billionen B\u00fcrgschaften f\u00fcr Banken, deren Schrottpapiere, EU Rettungsschirme und ESM und die gr\u00f6\u00dften Einnahme Verluste aller Zeiten, kompensiert werden k\u00f6nnen. Die Antwort: Ein Sanierungskonzept mit einem j\u00e4hrlichen Volumen von \u00fcber 275 Milliarden Euro. Dieses Konzept haben wir am 20. Mai 2010 der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt und das Gr\u00fcndungsprotokoll als Buch ver\u00f6ffentlicht. Das Gr\u00fcndungsprotokoll als Buch ver\u00f6ffentlicht. Es ist wahrscheinlich das  einzige Konzept dieser Art in Europa. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lehrte, 3.2.2013 2012 bezogen 41,6 Millionen Besch\u00e4ftigte Arbeitsentgelte von 1.375,60 Mrd. Euro. Nach Abzug von Sozialbeitr\u00e4gen und Lohnsteuern verblieben Nettol\u00f6hne und Geh\u00e4lter von 749,63 Mrd. Euro (54,5 Prozent). 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