{"id":509,"date":"2013-04-19T08:18:57","date_gmt":"2013-04-19T06:18:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=509"},"modified":"2013-04-19T08:18:57","modified_gmt":"2013-04-19T06:18:57","slug":"jeder-deutsche-ab-18-jahre-hat-47-320-euro-schulden","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=509","title":{"rendered":"Jeder Deutsche ab 18 Jahre hat 47.320 Euro Schulden"},"content":{"rendered":"<p>Lehrte, 19. April 2013  Jeder Deutsche war 2012 im Schnitt mit 9190 Euro verschuldet. Das sind 563 Euro oder 6,5 Prozent mehr als noch in 2011, errechnet der \u201eKredit-Kompass 2013\u201c der Auskunftei Schufa.  Bei jungen Erwachsenen (18 bis 19Jahre) stieg die durchschnittliche Verschuldung um 608 Euro auf 3767 Euro \u2013 ein Anstieg von 19,2 %, die gr\u00f6\u00dfte Zunahme aller Altersgruppen. Bundesweit haben die Deutschen insgesamt 17,4  Mio. Kreditvertr\u00e4ge (2011: 17,2 Mio.) &#8211; Zitat Bild vom 15.4.2013. <\/p>\n<p>Zieht man von den Kreditnehmern  Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre ab,  verbleiben rund 60 Mio. B\u00fcrger mit Schulden von cirka 750 Mrd. Euro oder 12.520 Euro pro Kopf. Was Bild nicht erw\u00e4hnt, es werden rund 6 Prozent Zinsen in H\u00f6he von 751 Euro pro Jahr f\u00e4llig, an Raten kommen dann schnell mal 1 bis 2 Monatsgeh\u00e4lter dazu. Jeder Bundesb\u00fcrger, ob Baby oder Greis, hat au\u00dferdem \u201ereal\u201c 25.600 Euro Schulden beim Staat. Die Menschen nehmen das kaum wahr, geschweige denn ernst.<\/p>\n<p>Nimmt man die gleichen Personengruppen wie bei privaten Krediten, sind  die verbleibenden 60 Mio. Bundesb\u00fcrger pro Kopf mit 34.800 Euro verschuldet. An Kapitalmarktzinsen werden pro Jahr 32 Mrd. Euro f\u00e4llig, pro Tag 876 Mio. Euro. Wie sollen sie ihre privaten\/staatlichen Schulden von  47.320 Euro jemals bezahlen k\u00f6nnen? Die Lage wird dadurch besonders pikant, da die Bundesrepublik nach dem  Maastricht-Referenzwert von 60 % mit rund 550 Mrd. Euro \u00fcberschuldet ist. Die Schulden sind seit 1970 von 65 Mrd. DM auf 2.088 Mrd. Euro gestiegen, weil die Ausgaben h\u00f6her als die Einnahmen  waren.  Krisen bedingt stiegen die Schuldung  in den letzten 7 Jahren um  rund 700 Mrd. Euro.<\/p>\n<p>Die Situation ist sehr bedenklich: Das deutsche Steuersystem ist in den vergangenen Jahren ungerechter geworden. W\u00e4hrend insbesondere Verm\u00f6gende und Unternehmen entlastet wurden, m\u00fcssen Besch\u00e4ftigte immer mehr zur Finanzierung \u00f6ffentlicher Aufgaben beitragen. An dringend zu erledigenden \u00f6ffentlichen Aufgaben fehlt es nicht: Milliarden m\u00fcssen j\u00e4hrlich zus\u00e4tzlich in die Infrastruktur, Bildung\/Erziehung und in soziale Bereiche  investiert werden. Dazu sind sorgf\u00e4ltige und zur\u00fcckhaltende Analysen erforderlich, um Zusammenh\u00e4nge verstehen zu k\u00f6nnen und Abhilfe zu schaffen.<\/p>\n<p>Die Besch\u00e4ftigten haben in 10 Jahren \u00fcber 100 Mrd. Euro an Solidarit\u00e4tszuschl\u00e4gen  geleistet. Durch die einseitige K\u00fcrzung der Beitr\u00e4ge zur gesetzlichen Krankenversicherung von 0.9 % durch Arbeitgeber, betr\u00e4gt die Mehrbelastung der Besch\u00e4ftigten in 10 Jahren  rund 100 Mrd. Euro. 41 Mio. Besch\u00e4ftigte unterliegen der kalten Progression: Bei Tariferh\u00f6hungen von 2 Prozent rutschen sie automatisch in eine h\u00f6here Steuerklasse. Die Inflationsrate von 2 % zehrt diesen Vorteil auf, es kommt zur Nullrunde, die h\u00f6her besteuert wird. <\/p>\n<p>Die Besch\u00e4ftigten liegen in Europa bei den Lohnzuw\u00e4chsen an der letzten Stelle. Sie leiden unter Niedrig- und Dumpingl\u00f6hnen, Leiharbeit, Minijobs und Werkvertr\u00e4ge (es werden keine Sozialleistungen gezahlt) und fehlenden gesetzlichen Mindestl\u00f6hnen,  die in der EU an der Tagesordnung sind. Den  Politikern, die vehement Frauenquoten f\u00fcr F\u00fchrungs-Positionen fordern, ist es offensichtlich egal, dass Frauen f\u00fcr die gleiche Arbeit, die ihre m\u00e4nnlichen Kollegen leisten, 22 % weniger verdienen. Es wundert nicht, dass die Koalition das Thema erst nach der Bundestagswahl wieder aufgreifen will.<\/p>\n<p>Das tr\u00e4gt alles dazu bei, insbesondere die Zeiten der Arbeitslosigkeit,  dass das Rentenniveau in den letzten Jahren gesunken ist und zuk\u00fcnftig dramatisch abnehmen wird. Politiker und Gewerkschaften sind gemeinsam daf\u00fcr verantwortlich, dass immer mehr  Menschen in Armut geraten und Unternehmen bei diesen Missst\u00e4nden hohe Gewinne erzielen. Sie sozialisieren ihre Gewinne, w\u00e4hrend die Menschen das bezahlen m\u00fcssen und auf 34.800 Mrd. Euro Staatsschulden sitzen. Waren f\u00fchrende Politiker und Wissenschaftler gegen den Ankauf von Steuers\u00fcnder CDs, rei\u00dfen sie sich heute um die daraus zu erwartenden Steuereinnahmen, allein 500 Mrd. Euro durch den letzten Ankauf.<\/p>\n<p>Frankreichs Pr\u00e4sident Hollande hat die  Einkommen seiner Minister ver\u00f6ffentlicht. W\u00e4hrend  in der Provinz, in den D\u00f6rfern und kleinen Gemeinden,  80 bis 90 % der Menschen von Sozialleistungen leben, sollen die Menschen darauf warten, dass  ihnen Million\u00e4re helfen?<\/p>\n<p>In Deutschland sind Politik, Gewerkschaften und  Wirtschaft eng verbunden. Sie st\u00fctzen sich gemeinsam darauf, dass \u201euns nur niedrige L\u00f6hne  im Wettbewerb halten\u201c. Sie haben die Verm\u00f6gens- und B\u00f6rsen-Umsatz-Steuer abgeschafft, die Kapitalertragssteuer auf den niedrigsten Stand gebracht,  die Erbschaftssteuer zu niedrig angesetzt und die Lohn-\/Einkommensteuer von 57 auf 42 % gesenkt, oder stillschweigend hingenommen. Sie sind auch daf\u00fcr zust\u00e4ndig, dass es zu Billionen Einnahmeverlusten kam. Und trotzdem ist Angela Merkel davon \u00fcberzeugt, dass Renten, Spareinlagen und Arbeitspl\u00e4tze noch sicher sind. <\/p>\n<p>Sie meint auf Steuererh\u00f6hungen f\u00fcr Besserverdiener, auf gesetzliche Mindestl\u00f6hne, eine Erh\u00f6hung der Erbschaftssteuer und die Wiedereinf\u00fchrung der Verm\u00f6gensteuer verzichten zu k\u00f6nnen. Sie sagt aber  nicht, wie sie alles finanzieren und die immensen Schulden abbauen will. <\/p>\n<p>Wir weiden gemeinsam auf ehemals gr\u00fcnen europ\u00e4ischen Wiesen. Weite Teile sind abgegrast, nur Deutschland hat sich durch  einen Zaun gegen \u00dcbergriffe  seiner Nachbarn gesch\u00fctzt. \u00dcber die Krise schien Gras gewachsen zu sein, nun kommen einige Kamele der Banken und fressen es wieder ab. 1948 wurde in Deutschland das Gesetz zum Lastenausgleich  beschlossen: Der, dessen Immobilie nicht im Krieg zerst\u00f6rt wurde, zahlte den Menschen, die in besonderem Ma\u00dfe unter Kriegseinwirkungen gelitten haben, 50 % seines ermittelten Verm\u00f6gens in bis zu 120 viertelj\u00e4hrigen Raten, eine Entsch\u00e4digung. Das war gesetzlich gewollte Enteignung.<\/p>\n<p>Aufgrund der Teilenteignung der Bankkonten ab 100.000 Euro in Zypern, wird darauf hingewiesen, dass in der EU seit Mitte 2012 Pl\u00e4ne bestehen, die einen entsprechenden  Zugriff auf Bankkonten in der EU nicht mehr ausschlie\u00dfen. Das w\u00e4re ein Lastenausgleich wie Deutschland ihn praktizierte. Das Gleichheitsprinzip stellt auch die Grundlage f\u00fcr den L\u00e4nderfinanzausgleich, den Bayern und Baden-W\u00fcrttemberg gerne (gegen das Grundgesetz) abschaffen w\u00fcrden. Die Finanz-, Wirtschafts-,  Banken- und Vertrauenskrise hat Ausma\u00dfe angenommen, die nur durch eine st\u00e4rkere Beteiligung der Finanz- und Verm\u00f6genselite an den Kosten des Staates beigelegt werden kann.<\/p>\n<p>Wie eine L\u00f6sung aussehen kann hat die Initiative Agenda 2011 \u2013 2012 der \u00d6ffentlichkeit bereits im Mai 2010  vorgestellt. Das Gr\u00fcndungsprotokoll ist als Sachbuch erschienen. Es beinhaltet 30 Schwerpunktthemen die f\u00fcr ausgeglichene Bundeshaushalte und R\u00fcckf\u00fchrung der Staatsschulden stehen. Im  Internet  sind alle Informationen bei Agenda 2011 \u2013 2012 abrufbar. Alle 5 Tage  werden \u00fcber 50 Presseportale und Blogs aktuelle Ereignisse kommentiert und L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge angeboten.<\/p>\n<p>Statistisch wurden die Presseberichte zwischenzeitlich millionenfach aufgerufen. Die Inhalte finden ihren Niederschlag in den Programmen der Opposition und Forderungen von Gewerkschaften, Sozialverb\u00e4nden, Kirchen und  Mitgliedern der Koalition. Es ist bedauerlich, dass die Medien nicht in diesem Sinne berichten und Zusammenh\u00e4nge und Ursachen sachlich erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Dieter Neumann<\/p>\n<p>Dieter Neumann<br \/>\nAgenda 2011 \u2013 2012<br \/>\nAgenda News<br \/>\n31275 Lehrte<br \/>\nWintershall Allee 7<br \/>\nTelefon\/Fax 05132-52919<br \/>\nwww.agenda2011-2012.de<br \/>\nagenda2011-2012@t-onlie.de<\/p>\n<p>Die Initiative Agenda 2011- 2012 wurde am 20. Mai 2010 gegr\u00fcndet und hat sich auf  Konsolidierung der Einzelhaushalte, ausgeglichene Bundeshaushalte und R\u00fcckf\u00fchrung der Staatsschulden spezialisiert. Es ist wahrscheinlich die einzige Institution in Europa, die ein Sanierungskonzept mit einem j\u00e4hrlichen Volumen von \u00fcber 275 Milliarden Euro anbietet. Der Schwerpunkt liegt in  \u00d6ffentlichkeitsarbeit und konzeptioneller Unterst\u00fctzung der  Regierung und Opposition. Das Gr\u00fcndungsprotokoll ist 2010 als Sachbuch erschienen. F\u00fcr weitere  Informationen stehen die Internetseiten Agenda 2011 &#8211; 2012 und die Online-Zeitung Agenda News zur Verf\u00fcgung. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lehrte, 19. April 2013 Jeder Deutsche war 2012 im Schnitt mit 9190 Euro verschuldet. Das sind 563 Euro oder 6,5 Prozent mehr als noch in 2011, errechnet der \u201eKredit-Kompass 2013\u201c der Auskunftei Schufa. 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