{"id":543,"date":"2013-05-13T00:55:11","date_gmt":"2013-05-12T22:55:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=543"},"modified":"2013-05-13T00:55:11","modified_gmt":"2013-05-12T22:55:11","slug":"die-grosten-ungerechtigkeiten-3-steuerbelastungen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=543","title":{"rendered":"Die gr\u00f6\u00dften Ungerechtigkeiten (3) \u2013 Steuerbelastungen"},"content":{"rendered":"<p>Lehrte, 13. Mai 2013  Deutschland ist die st\u00e4rkste Wirtschaftsmacht in der EU,  die drittgr\u00f6\u00dfte der Welt, die viertreichste Nation und Vizeweltmeister im Export. Deutschland ist \u201enoch\u201c das beliebteste Land der Welt. China, Russland, Brasilien, Mexiko und Indonesien werden Deutschland in den n\u00e4chsten Jahren \u00f6konomisch \u00fcberholen. Welche nachhaltigen Spuren haben der Wiederaufbau, die Jahre des Wirtschaftswunders und die boomenden letzten Wirtschaftsjahre hinterlassen?<\/p>\n<p>Das Land k\u00f6nnte \u00fcber die beste Infrastruktur, die besten Kinderg\u00e4rten, Schulen, Universit\u00e4ten und \u00f6ffentliche Geb\u00e4ude verf\u00fcgen. Mindestrenten und Mindestl\u00f6hne w\u00e4ren genau so selbstverst\u00e4ndlich wie eine angemessene Beteiligung der Verm\u00f6gens- und Finanzelite an den Kosten des Staates. Die Realit\u00e4t sieht leider anders aus. 99,3 Prozent der Erwerbst\u00e4tigen sind bei mittelsst\u00e4ndischen Unternehmen besch\u00e4ftigt, 0,7 % bei Gro\u00dfunternehmen, von denen viele an den B\u00f6rsen gehandelt werden. 55 % der deutschen DAX-Unternehmen befinden sich in ausl\u00e4ndischem Besitz, 37 % in deutscher Hand und zu 8 % bezieht die ARD keine Stellung.<\/p>\n<p>Die Politik repr\u00e4sentiert rund 2.100 Mrd. Euro Staatsschulden, die mit 25.600 Euro auf den Schultern der B\u00fcrger ruhen. Die Unternehmen stehen f\u00fcr einen Umsatz von 5.550 Mrd. Euro. Dem entsprechend sind auch die Machtpositionen verteilt. Das deutsche Steuerrecht ist in den vergangenen Jahren ungerechter geworden. W\u00e4hrend insbesondere Verm\u00f6gende und Unternehmen entlastet wurden, m\u00fcssen Besch\u00e4ftigte immer mehr zur Finanzierung \u00f6ffentlicher Aufgaben beitragen.<\/p>\n<p>Die in Lobbys straff organisierten Unternehmen dr\u00fccken mit Macht auf politische Entscheidungen, die in ihrer Tragweite die Kluft zwischen Armen und Reichen weiter \u00f6ffnen. Nur so ist zu verstehen, dass den Hoteliers \u201eeine Milliarde\u201c Euro pro Jahr geschenkt wird! Die Unternehmen haben einseitig den Beitrag in die Gesundheitsfonds um 0,9 % gek\u00fcrzt und somit den Besch\u00e4ftigten rund 11 Mrd. Euro pro Jahr zus\u00e4tzlich aufgeb\u00fcrdet. Sie sorgen daf\u00fcr, dass Frauen,  f\u00fcr die gleiche Arbeit die ihre m\u00e4nnlichen Kollegen leisten, 22 % weniger verdienen. <\/p>\n<p>Ihre Macht steht f\u00fcr Niedrigl\u00f6hne, gegen gesetzliche Mindestl\u00f6hne, f\u00fcr Minijobs, f\u00fcr Leiharbeit und Werkvertr\u00e4ge (ohne Sozialabgaben) und die daraus resultierenden Gewinne. Sie verhindern Tarifverhandlungen die auf der Basis von Inflationsraten stattfinden. Nach Abzug der durchschnittlichen Inflationsrate von 2 % verbleiben real Lohnerh\u00f6hungen von 0,3 bis 1 Prozent. Das Einkommen der Besch\u00e4ftigten lag 2012 bei rund 1.375 Mrd. Euro. Darauf zahlten sie Lohsteuern von rund 171 Mrd. Euro. Gemessen am  Spitzensteuersatz von 42 % plus 5 % Reichensteuer sind es 12,49 % Steuereinnahmen.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich ist es bei den Mehrwertsteuer-Einnahmen. Die B\u00fcrger zahlten 2012 rund 843 Mrd. Euro MWST. Nachdem Unternehmen  704 Mrd. Euro an Vorsteuern erstattet wurden, flossen 131 Mrd. Euro in die Staatskassen.  Die Besch\u00e4ftigten zahlen rund 50 % ihres Einkommens an Sozialabgaben und Steuern. Hinzu kommen j\u00e4hrlich 1.033 Euro MWST,  KFZ-, Tabak-, Kaffee-, Branntwein-, Bier-, Alkohol-, Schaumwein-  und Gemeindesteuern, Steuern auf Lebensversicherungen, Energie-,  Benzinsteuern und der Solidarzuschlag (j\u00e4hrlich rund 10 Mrd. Euro). <\/p>\n<p>6,8 Mio. Besch\u00e4ftigte mit einem Stundenlohn von unter 8,50 Euro, 7,5 Mio. Regelsatz-Empf\u00e4nger und rund 14 Millionen Rentner leben an der Armutsgrenze. Das sind rund 50 % der erwachsenen Deutschen. Hinzu kommen 2,5 Mio. arme Kinder. Genug ist genug! Statistisch liegt die Armutsgrenze bei einem Stundenlohn von 9,52 Euro, davon sind sie meilenweit entfernt. Was m\u00f6gen die Menschen empfinden, wenn ihnen ein Zwischenbescheid \u00fcber ihre zu erwartenden Rentenanspr\u00fcche zugeht?  Seit dem Immobiliencrash in den USA suchen Politiker, Volkswirte, Wissenschaftler, der internationalen W\u00e4hrungsfonds, die Europa Kommission und die europ\u00e4ische Zentralbank nach Auswegen aus der Krise.<\/p>\n<p>Die Zentralbanken der USA, der EU und Japan \u00fcberfluten mit Billionen frisch gedruckten Dollar, Euro und Yen die Weltm\u00e4rkte. Jede weitere Billion erzeugt weitere Billionen Schulden. Als Folge der Geldschwemme haben sich die EU L\u00e4nder 2012 um weitere 567 Mrd. Euro verschuldet. Die Renditen aus Sparguthaben, Versicherungen, Staatsanleihen liegen zwischen null und 1,4 Prozent. Gro\u00dfe Geldstr\u00f6me flie\u00dfen in die B\u00f6rsen, da dort \u201enoch\u201c die h\u00f6chsten Gewinne zu erzielen sind. Das kann sich aufgrund der \u00dcberschuldung der Nehmerl\u00e4nder schlagartig \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Eine Millionen B\u00fcrger k\u00f6nnen ihre Mieten, eine Millionen Haushalte ihre Stromrechnungen und 100.000 privat Versicherte ihr Kassenbeitr\u00e4ge (2,7 Mrd. Euro R\u00fcckstand) nicht mehr bezahlen  &#8211; Tendenz steigend. Es ist nicht nur die Steuerbelastungen die den B\u00fcrger \u00fcberfordern, es ist die Frage was die Politik daraus macht. Leere Staatskassen, r\u00fcckl\u00e4ufige Steuereinnahmen, steigende Belastungen der St\u00e4dte, Gemeinden und L\u00e4nder sind der Teufelskreis in dem wir uns bewegen. Dass es den Deutschen relativ gut geht meinen vornehmlich die Besch\u00e4ftigten, deren Jahresbez\u00fcge \u201eweit\u201c \u00fcber 52.000 Euro, plus Spesen, Tantiemen und Honorare liegen. <\/p>\n<p>Die  Deutschen verf\u00fcgen \u00fcber ein Barverm\u00f6gen von rund 6.000 Mrd. Euro. Der Bruttoertrag aus 5,600 Mrd.. Euro Umsatz liegt bei rund 2.800 Mrd. Euro und auf den deutschen Bankkonten liegen cirka 130 Mrd. Euro. Gemessen am Verm\u00f6gen von  rund 9.000 Mrd. Euro w\u00fcrden rund 3 % ausreichen, um den Staat langfristig zu sanieren.   Ausgehend von diesem Zahlenmaterial hat die Initiative Agenda 2011 \u2013 2012 ein  Sanierungskonzept mit einem j\u00e4hrlichen Volumen von \u00fcber 275 Mrd. Euro erarbeitet. Diese Summe steht f\u00fcr ausgeglichene Haushalte und R\u00fcckf\u00fchrung der Staatsschulden.<\/p>\n<p>Dieter Neumann <\/p>\n<p>Dieter Neumann<br \/>\nAgenda 2011 \u2013 2012<br \/>\nAgenda News<br \/>\n31275 Lehrte<br \/>\nWintershall Allee 7<br \/>\nTelefon\/Fax 05132-52919<br \/>\ninfo@agenda2011-2012.de<br \/>\nwww.agenda2011-2012.de<\/p>\n<p>Die Initiative Agenda 2011- 2012 wurde am 20. Mai 2010 gegr\u00fcndet und hat sich auf  Konsolidierung der Einzelhaushalte, ausgeglichene Bundeshaushalte und R\u00fcckf\u00fchrung der Staatsschulden spezialisiert. Es ist wahrscheinlich die einzige Institution in Europa, die ein Sanierungskonzept mit einem j\u00e4hrlichen Volumen von \u00fcber 275 Milliarden Euro anbietet. Der Schwerpunkt liegt in  \u00d6ffentlichkeitsarbeit und konzeptioneller Unterst\u00fctzung der Regierung und Opposition. Das Gr\u00fcndungsprotokoll ist 2010 als Sachbuch erschienen. F\u00fcr weitere  Informationen stehen die Internetseiten Agenda 2011 &#8211; 2012 und die Online-Zeitung Agenda News zur Verf\u00fcgung. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lehrte, 13. Mai 2013 Deutschland ist die st\u00e4rkste Wirtschaftsmacht in der EU, die drittgr\u00f6\u00dfte der Welt, die viertreichste Nation und Vizeweltmeister im Export. Deutschland ist \u201enoch\u201c das beliebteste Land der Welt. 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