{"id":599,"date":"2013-07-14T22:57:29","date_gmt":"2013-07-14T20:57:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=599"},"modified":"2013-07-14T22:57:29","modified_gmt":"2013-07-14T20:57:29","slug":"schiffe-versenken-und-ramschniveau-3","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=599","title":{"rendered":"Schiffe versenken und Ramschniveau"},"content":{"rendered":"<p>Lehrte, 15. Juli 2013 Es ist ein altes einfach zu gestaltendes Kinderspiel und bei Sch\u00fclern und Studenten beliebt, um Langeweile oder Freistunden zu \u00fcberbr\u00fccken. Die moderne Variante scheint aber auch im Computer-Zeitalter Menschen, Banken und Staaten gleicherma\u00dfen zum Zocken anzuregen. Man nehme moderne Industriestaaten, eine Armada von Containerschiffen, verdoppelt in 10 Jahren ihre Menge auf den Weltmeeren und schon sprudeln die Gewinne. Die Reedereinen bauen nach politischen und angeblich marktrelevanten Erkenntnissen moderne Containerschiffe, sie versprechen hohe Renditen und nutzen die Medien f\u00fcr gro\u00df angelegte Werbung.<\/p>\n<p>Banker versprechen Renditen  von 8 bis 12 Prozent und heizen die Nachfrage an. Damit nicht genug, sie greifen  zum Telefon, um gro\u00dfz\u00fcgig Kapazit\u00e4ten zu ordern. Die Branche befindet sich im H\u00f6henflug, Anleger rei\u00dfen sich um hohe Renditen, die Gier, schnell gro\u00dfes Geld zu verdienen, r\u00fcckt Risiken in den Hintergrund. Die Branche hat sich geirrt und die Anleger in den Abgrund gerissen! Sie haben nicht darauf geachtet, dass nur die \u201egr\u00f6\u00dften Containerschiffe der Welt\u201c geordert werden. Nun, vor deutschen B\u00fcrgern versteckt, liegen im Hafen von Singapur und den gr\u00f6\u00dften H\u00e4fen der Welt, hunderte kleine und mittlere Containerschiffe, die keiner mehr ben\u00f6tigt. Da liegen sie nun und d\u00fcmpeln vor sich hin.<\/p>\n<p>Anleger, mit rund 65 Prozent an diesem sicheren \u201eZukunftsprogramm\u201c beteiligt, haben Milliarden verloren, wobei die gr\u00f6\u00dften Verluste noch vor ihnen liegen. Die Banken wiegen sich in Unschuld und werden ihren Anteil von rund 35 Prozent  als Kapitalgeber so retten. Die Deutsche Reederei ist durch Konkurse hieraus auf ein Minimum geschrumpft, Tausende haben ihre Arbeit verloren. Die Dummen sind Anleger die sich reinlegen lie\u00dfen. Der Wert der stillgelegten Schiffe ist auf Ramschniveau gesungen. 2008 haben die USA ein neues Erwachsenenspiel erfunden:  Immobilien versenken. <\/p>\n<p>Den Menschen wurde der Einstieg zum Eigenheim durch niedrige Zinsen geebnet. Die Amerikaner befanden sich im Kaufrausch, das Baugewerbe  und Aktien in einem bis dahin nicht bekanntem  H\u00f6henflug. Es ging soweit, dass Banken fast keine Sicherheiten mehr forderten und jeder ein Haus bauen, und, wie die Banken sagten, auch finanzieren konnte. Diesem Trend, ein einmaliger Immobilienrausch, vergleichbar mit dem Goldrausch der USA, konnten sich die EU-Staaten nicht entziehen. Ganze K\u00fcstenregionen wurden zugebaut. <\/p>\n<p>Zwischenzeitlich hatten die Banken die Schuldverschreibungen ihrer Kunden untereinander gehandelt \u2013 verkauft. Diese wechselseitigen Gesch\u00e4fte f\u00fchrten dazu, dass die Zinsen in kurzer Zeit bis zu 22 Prozent angestiegen. Die Folge der globalen Gleichg\u00fcltigkeit und Teilnahmslosigkeit von Politik, Banken, Wissenschaft, Million\u00e4ren und Milliard\u00e4ren war die globale Schulden- und Bankenkrise. Kritiker die vor dieser Entwicklung warnten waren die Bl\u00f6dm\u00e4nner der Nation. Die momentane Steigerung des globalen Versagens ist die Versenkung von ganzen Staaten.<\/p>\n<p>Bis heute ist nicht bekannt, dass es weltweit ein Konzept gibt das sich mit der Schuldenkrise ansatzweise besch\u00e4ftigt, geschweige denn eins mit dem Pr\u00e4dikat wertvoll. Wenn es also kein Konzept gibt wie die Krise \u00fcberwunden werden kann, sind alle die etwas anderes behaupten naiv, unwissend oder Dummschw\u00e4tzer. Ihnen kann vorgeworfen werden, dass sie die Verh\u00e4ltnisse in Griechenland und Italien (Ramschniveau) nicht kennen. Griechenland hat ein Bruttoinlandsprodukt von rund 180 Mrd. Euro und daran gemessen einen Bundeshaushalt von rund 10 Prozent oder 18 Mrd. Euro. Die Schulden Griechenlands betragen rund 320 Mrd. Euro. Bei  Zinsen von 5 % betr\u00e4gt die Zinslast rund 15,6 Mrd. Euro. <\/p>\n<p>Griechenland ist mit rund 3 Milliarden verbleibenden Einnahmen auf Ramschniveau abgesackt und nicht \u00fcberlebensf\u00e4hig. Die Rettung Griechenlands durch den IWF, der EU und der EZB liegt darin, dass auslaufende Schulden durch neue Kredite verl\u00e4ngert werden, was bis zum Nimmermannstag erforderlich ist. Nun sprechen einige Schlaumeier davon Griechenland aus der EU auszuschlie\u00dfen. Griechenland w\u00e4re theoretisch durch eine freie Marktwirtschaft zu retten und  mit einer eigenen W\u00e4hrung \u00fcberlebensf\u00e4hig, wenn das Land nicht seine Schulden in Euro begleichen m\u00fcsste. <\/p>\n<p>Im Fahrwasser von Griechenland bewegen sich Irland, Portugal, Spanien und Italien. In der Warteschleife befinden sich Belgien, Frankreich, England, Tschechien, Rum\u00e4nien, Kroatien, Albanien und Ungarn. Die Schulden in den USA und Japan befinden sich auf historischen H\u00f6chstwerten. Die EZB hat Billionen frische Euro in die M\u00e4rkte gegeben und sie beruhigt. Gleichzeitig sind die Schulden 2012 um 560 Mrd. Euro gestiegen. Die Rahmenbedingungen sich negativ: Rezession in Europa. Hohe Arbeitslosigkeit (15,2 %), hohe Jugendarbeitslosigkeit (teilweise 23 \u2013 62 %), hohe Inflationsraten, steigende Mieten, Heiz- und Energiekosten, steigende Gemeindesteuern und Lebenshaltungskosten. <\/p>\n<p>Durch erzwungene Sparprogramme kam es zu  sinkenden L\u00f6hnen und Renten, Einschnitte im Gesundheits- und Sozialwesen, weitere Rezession, R\u00fcckgang der Binnennachfrage und Anstieg der Armut. Die L\u00e4nder werden sich unter diesen Umst\u00e4nden neue Einnahmequellen erschlie\u00dfen m\u00fcssen. Deutschland ist mit rund 500 Mrd. Euro \u00fcberschuldet, was den Reparations- und Aufbaukosten nach dem  Zweiten Krieg entspricht.  Angela Merkel will unter diesen Voraussetzungen 30 Mrd. Euro Wahlgeschenke verteilen, ohne zu sagen wie diese finanziert werden sollen. <\/p>\n<p>Die SPD, B\u00fcndnis90\/Die Gr\u00fcnen, Die Linke, Gewerkschaften, Sozialverb\u00e4nde und Kirchen stehen f\u00fcr die Wiedereinf\u00fchrung der Verm\u00f6genssteuer, Erh\u00f6hung der Erbschaftssteuer, f\u00fcr eine h\u00f6here Besteuerung von Einkommen ab 80.000\/120.000\/150.000 Euro, f\u00fcr gesetzliche Mindestl\u00f6hne, Grundrenten und Grundsicherung f\u00fcr Kinder und Abschaffung des Eltergeldes. Die Opposition sagt wie das zu finanzieren ist. Merkel dagegen lehnt dies weitgehend ab. Die Geister scheiden sich in Deutschland, wenn es um 80 Mrd. Euro Mehrbelastung der Finanz- und Verm\u00f6genselite geht. Armes Deutschland!<\/p>\n<p>Die Initiative 2011 \u2013 2012 steht f\u00fcr ein Sanierungsprogramm mit einem j\u00e4hrlichen Volumen von \u00fcber 275 Mrd. Euro. Sie steht f\u00fcr ausgeglichene Haushalte, R\u00fcckf\u00fchrung der Staatsschulden, Steigerung der Binnennachfrage, mehr Kaufkraft und daraus resultierende h\u00f6here Unternehmensums\u00e4tze, mehr Gerechtigkeit \u2013 soziale Gerechtigkeit.<\/p>\n<p>Dieter Neumann <\/p>\n<p>Dieter Neumann<br \/>\nAgenda 2011 \u2013 2012<br \/>\nAgenda News<br \/>\n31275 Lehrte<br \/>\nWintershall Allee 7<br \/>\nTelefon\/Fax 05132-52919<br \/>\ninfo@agenda2011-2012.de<br \/>\nwww.agenda2011-2012.de<\/p>\n<p>Die Initiative Agenda 2011- 2012 wurde am 20. Mai 2010 gegr\u00fcndet und hat sich auf  Konsolidierung der Einzelhaushalte, ausgeglichene Bundeshaushalte und R\u00fcckf\u00fchrung der Staatsschulden spezialisiert. Es ist wahrscheinlich die einzige Institution in Europa, die ein Sanierungskonzept mit einem j\u00e4hrlichen Volumen von \u00fcber 275 Milliarden Euro anbietet. Der Schwerpunkt liegt in  \u00d6ffentlichkeitsarbeit und konzeptionelle Unterst\u00fctzung der Regierung und Opposition. Das Gr\u00fcndungsprotokoll ist 2010 als Sachbuch erschienen. F\u00fcr weitere  Informationen stehen die Internetseiten Agenda 2011 &#8211; 2012 und die Online-Zeitung Agenda News zur Verf\u00fcgung. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lehrte, 15. Juli 2013 Es ist ein altes einfach zu gestaltendes Kinderspiel und bei Sch\u00fclern und Studenten beliebt, um Langeweile oder Freistunden zu \u00fcberbr\u00fccken. 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