{"id":608,"date":"2013-07-28T20:25:30","date_gmt":"2013-07-28T18:25:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=608"},"modified":"2013-07-28T20:25:30","modified_gmt":"2013-07-28T18:25:30","slug":"was-haben-franziskus-und-merkel-gemeinsam","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=608","title":{"rendered":"Was haben Franziskus und Merkel gemeinsam"},"content":{"rendered":"<p>Lehrte, 29. Juli 2013  Angela Merkels Audienz bei Papst Franziskus ist von gegenseitiger Wertsch\u00e4tzung gepr\u00e4gt. Vom Inhalt des Gespr\u00e4chs wurde nur wenig bekannt, es handelte sich um eine private Audienz. Ob \u00fcber die gro\u00dfen Probleme der Katholischen Kirche, Geldw\u00e4sche, Kindesmissbrauch oder Z\u00f6libat gesprochen wurde bleibt dahingestellt. Sicher d\u00fcrfte Europa und die Finanz-, Wirtschafts- und Bankenkrise eine Rolle gespielt haben. <\/p>\n<p>Das Oberhaupt von 1,2 Milliarden katholischen Christen wurde begeistert in Brasilien empfangen.  Die Anzahl der Katholiken ist dort von 95 auf 65 Prozent gesunken. Evangelikale protestantische Konfessionen sind auf dem Vormarsch. Franziskus hat ein Armenviertel ausgesucht und besucht, weil es nach seinen Worten \u201edie gesamte Bev\u00f6lkerung repr\u00e4sentiert.\u201c  F\u00fcr die Fu\u00dfballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien wurden Milliarden ausgegeben, w\u00e4hrend viele Brasilianer nicht wissen wie sie satt werden k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Merkel und Franziskus haben gemeinsam etwas von Stars. Sie k\u00f6nnen   sich stimmengewandt   in Szene setzen, aber zur L\u00f6sung wichtiger Themen  in Staat und Kirche tr\u00e4gt ihre  \u201eReformfreude\u201c wenig bei. Es sind m\u00e4chtige, christliche Partner bei denen nicht zu erkennen ist, dass soziale Gerechtigkeit das beherrschende Thema ist. Der Katholischen Kirche laufen die Sch\u00e4fchen davon, Angela Merkel versucht das bei der Bundestagswahl im September zu verhindern. Sie und ihre christlich\/liberalen Koalition\u00e4re \u00fcbersehen, dass sie einer   in den Reihen  fest geschlossenen  Opposition  gegen\u00fcber stehen.<\/p>\n<p>Ihre Gegner, die SPD, B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen, Die Linke \u2013 bei Arbeitslosen, Regelsatzempf\u00e4ngern, Rentnern und Einkommensschwachen die beliebteste Partei  Deutschlands \u2013 Gewerkschaften, Sozialverb\u00e4nden und Kirchen, fordern gemeinsam: Einf\u00fchrung von gesetzlichen Mindestl\u00f6hnen, Wiedereinf\u00fchrung der Verm\u00f6genssteuer, h\u00f6here Besteuerung von Einkommen ab 80.000\/120.000\/150.000 Euro und Erh\u00f6hung der Erbschaftssteuer. Sie fordern Grundrenten und Grundeinkommen f\u00fcr Kinder. Sie stimmen f\u00fcr die Abschaffung des Hotelier Geschenks von einer Milliarde Euro pro Jahr und Abschaffung des  Elterngeldes. <\/p>\n<p>Dies sind Eckpunkte die Angela Merkel rundweg ablehnt.  Sie stellt Wahlgeschenke von 30 Milliarden Euro in den Mittelpunkt ihrer Strategie. Ihr ist wahrscheinlich nicht bekannt,  dass die Einnahmen aus der Lohn-\/Einkommessteuer nur 161 Mrd. Euro betragen, was gerade einmal  11.5 Prozent sind die in die Staatskasse flie\u00dfen. Das Land befindet sich 54 Tage vor der Wahl und wei\u00df nicht, wie das komplette Wahlprogramm der Kanzlerin aussieht. Den Menschen wird eine heile Katholiken- und Schuldenwelt vorgegaukelt, die an den aktuellen Bed\u00fcrfnissen der Menschen vorbeigeht.<\/p>\n<p>Die USA, Japan und Europa erzielen ein Bruttosozialprodukt von rund 38.178 Mrd. US Dollar, sie verwalten Schulden von 41.705 Dollar. Nach den Maastricht Kriterien von 60 Prozent betr\u00e4gt die \u201e\u00dcberschuldung\u201c der Staaten 15.272 Mrd. Dollar (bei einem Kurs von 1,30 Euro cirka 14 Billionen Euro). Die genannten Staaten befinden sich &#8211;  bei weiter sinkendem Wachstum &#8211;  in der Rezession. Hohe Arbeitslosigkeit, steigende Inflation, Mieten, Energie-, Gemeinde- und allgemeine Lebenshaltungskosten \u00f6ffnen T\u00fcr und Tor f\u00fcr weitere Armut. Der Mittelstand r\u00fcckt weiter an die Armutsgrenze heran.<\/p>\n<p>Niedrig- und Dumpingl\u00f6hne, Leiharbeit, Minijobs und Werkvertr\u00e4ge \u2013 bei denen keine Sozialbeitr\u00e4ge gezahlt werden \u2013 dr\u00fccken auf die Einkommen der Besch\u00e4ftigten. Hinzu kommen die strikten Sparma\u00dfnahmen die den Nehmerl\u00e4ndern durch die Troika auferlegt wurden. Die Folge sind ein Anstieg der Arbeitslosigkeit, Entlassungen, Lohn- und Rentenk\u00fcrzungen und deutliche Einschnitte in  soziale Leistungen. Die Gesellschaft, ihre Politiker, die sie beratenden \u00d6konomen, Volkswirte, Banker, Wissenschaftler, Arbeitgebervereinigungen, Spekulanten und Besserwisser stehen der globalen Schuldenkrise fassungs- und ratlos gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>Die Verantwortlichen, die Menschen vor Schaden bewahren wollten, wenden sich ab. Sie tauschen ihre Visionen und Tr\u00e4ume unter einander aus, ohne der Schuldenkrise eine realistische Wende zu geben &#8211; Schulden abzubauen. Keiner von Ihnen hat den Willen, den Mut und die  Kraft die Finanz- und Verm\u00f6genselite angemessen an den Kosten der Staaten zu beteiligen. Die Moral von der Geschichte: Whisterblower offenbaren, bei aller Berechtigung nach Informationen, Landesverrat der auch in Deutschland ge\u00e4chtet wird. <\/p>\n<p>Die Axel Springer Gruppe beabsichtigt einen Teil ihrer Titel zu verkaufen. Als Gr\u00fcnde werden r\u00fcckl\u00e4ufige Wirtschaftszahlen genannt.  An den Medien ging die Krise, die Nennung der Gr\u00fcnde, deren  dezidierte Aufarbeitung, das Verh\u00e4ltnis  Sozialisierung von Schulden zu Gewinnen &#8211;  und die  Forderung nach einer st\u00e4rkeren Beteiligung von Verm\u00f6genden, Million\u00e4ren und Milliard\u00e4ren, vorbei. Solange Unternehmen auf Gewinne von 20, 30 oder mehr Milliarden Euro Steuern im Ausland von 1,9 bis 8 Prozent zahlen, und seitens der Medien dar\u00fcber kein Aufschrei erfolgt, wird sich an der Schuldenkrise nichts \u00e4ndern. <\/p>\n<p>Wenn es den Staaten nicht gelingt ihre Ausgaben drastisch zu senken und die Einnahmen exorbitant zu erh\u00f6hen, werden sie scheitern. Die \u00dcberschuldung, 2012 sind in der  EU 562 Mrd. Euro neue Schulden entstanden, steigt weiter weil  die \u201eDraghis\u201c es so wollen und die Notenbanken unbegrenzte Geldmengen drucken, die sich unmittelbar in Schulden wandeln. <\/p>\n<p>Was bleibt ist eine globale Geldabwertung  oder sich mit neuen Ideen zu besch\u00e4ftigen, so wie die Initiative Agenda 2011 \u2013 2012. Sie steht  f\u00fcr ein Sanierungsprogramm mit einem j\u00e4hrlichen Volumen von \u00fcber 275 Mrd. Euro. Sie steht f\u00fcr ausgeglichene Haushalte, R\u00fcckf\u00fchrung der Staatsschulden, Steigerung der Binnennachfrage, mehr Kaufkraft,  daraus resultierende h\u00f6here Unternehmensums\u00e4tze und mehr Gerechtigkeit \u2013 soziale Gerechtigkeit.<\/p>\n<p>Dieter Neumann<\/p>\n<p>Dieter Neumann<br \/>\nAgenda 2011 \u2013 2012<br \/>\nAgenda News<br \/>\n31275 Lehrte<br \/>\nWintershall Allee 7<br \/>\nTelefon\/Fax 05132-52919<br \/>\ninfo@agenda2011-2012.de<br \/>\nwww.agenda2011-2012.de<\/p>\n<p>Die Initiative Agenda 2011- 2012 wurde am 20. Mai 2010 gegr\u00fcndet und hat sich auf  Konsolidierung der Einzelhaushalte, ausgeglichene Bundeshaushalte und R\u00fcckf\u00fchrung der Staatsschulden spezialisiert. Es ist wahrscheinlich die einzige Institution in Europa, die ein Sanierungskonzept mit einem j\u00e4hrlichen Volumen von \u00fcber 275 Milliarden Euro anbietet. Der Schwerpunkt liegt in  \u00d6ffentlichkeitsarbeit und konzeptionelle Unterst\u00fctzung der Regierung und Opposition. Das Gr\u00fcndungsprotokoll ist 2010 als Sachbuch erschienen. F\u00fcr weitere  Informationen stehen die Internetseiten Agenda 2011 &#8211; 2012 und die Online-Zeitung Agenda News zur Verf\u00fcgung. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lehrte, 29. Juli 2013 Angela Merkels Audienz bei Papst Franziskus ist von gegenseitiger Wertsch\u00e4tzung gepr\u00e4gt. Vom Inhalt des Gespr\u00e4chs wurde nur wenig bekannt, es handelte sich um eine private Audienz. 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