{"id":742,"date":"2013-12-11T00:19:46","date_gmt":"2013-12-10T23:19:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=742"},"modified":"2013-12-11T00:19:46","modified_gmt":"2013-12-10T23:19:46","slug":"deutsche-top-manager-verkaufen-aktien","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=742","title":{"rendered":"Deutsche Top-Manager verkaufen Aktien"},"content":{"rendered":"<p>Lehrte, 11. Dezember 2013  Deutschlands Top-Manager, die bei Aktiengesch\u00e4ften durch ihren direkten Einblick ins eigene Unternehmen  einen gro\u00dfen Vorteil haben, bleiben skeptisch: Sie verkaufen weiterhin deutlich mehr Aktien als sie kaufen, wie das &#8222;Handelsblatt&#8220; (Montagausgabe) berichtet. Dies belegt das Insider-Barometer, welches das Aachener Forschungsinstitut f\u00fcr Asset Management alle zwei Wochen zusammen mit Commerzbank Wealth Management exklusiv f\u00fcr das &#8222;Handelsblatt&#8220; berechnet. <\/p>\n<p>Dieser Indikator sank um einen weiteren Punkt und notiert aktuell bei 70 Z\u00e4hlern. Bereits Werte unter 90 Punkte gelten als Verkaufssignal. Zu den Verk\u00e4ufern z\u00e4hlten dieses Mal Insider der drei Dax-Konzerne Henkel, SAP und Siemens sowie von D\u00fcrr und Qiagen. Die H\u00e4ufigkeit der Transaktionen im Leitindex bezeichnet Olaf Stotz, Professor an der Frankfurt School, als auff\u00e4llig und eher ungew\u00f6hnlich: &#8222;Das zeigt, dass die Kurse bereits viel Fantasie vorweggenommen haben und es weiterhin zu einer Seitw\u00e4rts- oder sogar Abw\u00e4rtsbewegung kommen d\u00fcrfte.&#8220; Anleger sollten daher \u00fcber Gewinnmitnahmen nachdenken (Quelle: dts).<\/p>\n<p>Der 77-j\u00e4hrige Milliard\u00e4r und Gro\u00dfinvestor Icahn warnt vor einem B\u00f6rsencrash. Er sieht deutliche Anzeichen f\u00fcr eine Blase die zerplatzen k\u00f6nnte, weil viele Zahlen eine Fata Morgana sind. Claus Voigt (Capital Partners GmbH)  meint dazu, das Platzen der Spekulationsblase ist der dritte Akt eines globalen Dramas, an dessen Ende die Neuordnung des Weltw\u00e4hrungssystems stehen wird. \u00c4hnlich sieht es Crash-Prophet Roland Leuschel, der den gro\u00dfen Absturz voraus sagt und mit einer kommenden W\u00e4hrungsreform rechnet.<\/p>\n<p>Die USA, Japan und  Europa-Staaten sind nach dem Maastricht Referenzwert von 60 Prozent mit rund 14 Billionen Euro \u00fcberschuldet. Ob sie gemeinsam 7 oder 10 Billionen frisches Geld in die M\u00e4rkte gepumpt haben, Spekulanten zocken damit steuerfrei zum Nulltarif an den B\u00f6rsen. Die Schulden haben in den Staaten ein Maximum erreicht, die Staatseinnahmen dagegen ein Minimum. Jahrelange Rezession, hohe Arbeitslosigkeit und  z\u00fcgelloser Preisauftrieb in fast allen Lebensbereichen ist der Ausdruck und das Ergebnis einer von Geldgier und Machtanspruch gepr\u00e4gten Gesellschaft.<\/p>\n<p>Die Schere zwischen Armen und Reichen \u00f6ffnet sich immer weiter, der Graben der sich durch die Gesellschaft zieht immer tiefer. Das deutsche Steuersystem ist in den vergangenen Jahren ungerechter geworden. W\u00e4hrend insbesondere Verm\u00f6gende und Unternehmen entlastet wurden, m\u00fcssen Besch\u00e4ftigte immer mehr zur Finanzierung \u00f6ffentlicher Aufgaben beitragen. Sie liegen bei den Lohnzuw\u00e4chsen in Europa abgeschlagen im unteren Drittel. Unternehmen profitieren von  Leiharbeit, Billig- und Dumpingl\u00f6hnen, Minijobs, Teilzeitarbeit und Werkvertr\u00e4gen und niedrigen Lohn-Nebenkosten (15. Stelle in der EU).<\/p>\n<p>2012 flossen 11,5 % oder 161 Mrd.  aus der Lohn-\/Einkommensteuer in die Staatskasse. Bei den Einahmen aus der Mehrwertsteuer von bei 840 Mrd.  (7 und 9 %) waren es 3,5 Prozent oder 131 Mrd. Euro. Die Einnahmen zum Bundeshaushalt lagen in den letzten 10 Jahren bei durchschnittlich 245 Mrd. Euro. Davon kann kein Staat seine sozialen Lasten tragen. Gespart wurde durch Streichungen in den sozialen Bereichen und bei  Investitionen. Experten rechnen vor, dass ein Investitionsstau von rund 300 Mrd. Euro aufgebaut wurde. H\u00e4tte man diese Summe investiert, die Neuverschuldung in den letzen 8 Jahren lag bereits bei 700 Mrd. Euro, w\u00e4ren es heute 1.000 Mrd. Euro.<\/p>\n<p>Wir sind von Geber- und Nehmerl\u00e4ndern umgeben, denen es wesentlich schlechter als Deutschland geht. Es sind unsere Exportpartner die ihre Rechnungen nicht bezahlen k\u00f6nnen. In dem Umfang, in dem bei uns \u00fcber Jahre Export\u00fcbersch\u00fcsse gewachsen sind, haben sie sich verschuldet. <\/p>\n<p>Experten raten zu Gewinnmitnahmen und Vorsicht bei neuen Gesch\u00e4ften. Das war so, als von 1999 bis 2002 der DAX von 6.958 auf 2.892 Punkte (58,43%) fiel und von 2007 bis 2008 von 8.067 auf 4.810 Punkte (40,37 %) abst\u00fcrzte. F\u00fcnf Krisenl\u00e4nder haben \u201enur\u201c 3.300 Mrd. Euro Schulden, die Banken vergleichsweise 9.200 Mrd. Euro (Ifo M\u00fcnchen). Wie hoch die Risikopapiere der 6.000 Banken sind bleibt ein gut geh\u00fctetes Geheimnis, sie stellen aber eine Bedrohung dar.<\/p>\n<p>Die Staats- und Regierungschefs haben keine Konzepte, wie die Banken- Schulden- und Vertrauenskrise \u00fcberwunden werden kann. Die Frage ist, wie sie die gesellschaftlichen Herausforderungen finanzieren wollen. Die Bundeskanzlerin hat vor der Wahl darauf hingewiesen, dass es uns doch relativ gut geht. Nach der Wahl stellt sie in Aussicht, dass es uns 2017 besser gehen wird. Sie hat 30 Millionen B\u00fcrger ausgegrenzt, denen es heute  relativ schlecht geht und 2017 noch relativ schlechter. <\/p>\n<p>Die Initiative  Agenda 2011 &#8211; 2012 hat der \u00d6ffentlichkeit im Mai 2010 ein Sanierungskonzept vorgestellt, das  mit einem j\u00e4hrlichen Volumen von \u00fcber 275 Milliarden Euro Wege aus der Krise aufzeigt.  Es steht f\u00fcr ausgeglichene Haushalte und R\u00fcckf\u00fchrung der Staatschulden. Die \u201eAktion Zukunft\u201c steht f\u00fcr mehr  Wirtschaftswachstum,  eine nachhaltige Steigerung der Binnennachfrage und deutliche Verbesserung bei Einkommen, Investitionen, Ums\u00e4tzen und Renditen. Das Gr\u00fcndungsprotokoll ist als Sachbuch erschienen.<\/p>\n<p>Dieter Neumann<\/p>\n<p>Dieter Neumann<br \/>\nAgenda 2011 \u2013 2012<br \/>\nAgenda News<br \/>\n31275 Lehrte<br \/>\nWintershall Allee 7<br \/>\nTelefon\/Fax 05132-52919<br \/>\ninfo@agenda2011-2012.de<br \/>\nwww.agenda2011-2012.de <\/p>\n<p>Die Initiative  Agenda 2011 &#8211; 2012 hat der \u00d6ffentlichkeit im Mai 2010 ein Sanierungskonzept vorgestellt, das  mit einem j\u00e4hrlichen Volumen von \u00fcber 275 Milliarden Euro Wege aus der Krise aufzeigt.  Es steht f\u00fcr ausgeglichene Haushalte und R\u00fcckf\u00fchrung der Staatschulden. Die \u201eAktion Zukunft\u201c steht f\u00fcr eine nachhaltige Erh\u00f6hung des Wirtschaftswachstums,  der  Binnennachfrage und  deutliche Verbesserung bei Einkommen, Investitionen, Ums\u00e4tzen und Renditen. Das Gr\u00fcndungsprotokoll ist als Sachbuch erschienen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lehrte, 11. 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