{"id":773,"date":"2014-01-24T00:21:45","date_gmt":"2014-01-23T23:21:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=773"},"modified":"2014-01-24T00:21:45","modified_gmt":"2014-01-23T23:21:45","slug":"niedrigzins-schuldensteuer-und-bargeldverbot","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=773","title":{"rendered":"Niedrigzins, Schuldensteuer und Bargeldverbot"},"content":{"rendered":"<p>Lehrte, 24.1.2014  Die Zentralbanken haben die Zinsen in nahezu allen Industriel\u00e4ndern auf fast Null gedr\u00fcckt und trotzdem sind die Wachstumsraten  der Wirtschaft bescheiden.  Man wollte die Wirtschaft nachhaltig ankurbeln und gab sich der Hoffnung hin, mehr Arbeitspl\u00e4tze schaffen zu k\u00f6nnen. Das Gegenteil ist der Fall. Die Geldschwemme hat bewirkt, dass Sparer bereits heute rund 13 Milliarden Euro j\u00e4hrlich verlieren. Neben dieser schleichenden Enteignung seitens des IWF und der Weltbank,  H\u00fcter der W\u00e4hrungsstabilit\u00e4t, entwickeln sich 2 weitere Szenarien, um die Staatsschulden auf den Stand von 2007 zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Die amerikanische Notenbank FED und der IWF wissen, dass die Politik der niedrigen Zinsen l\u00e4ngstgescheitert ist. Mit einer 10 Prozent \u201eSchuldensteuer\u201c auf  Sparb\u00fccher, Anleihen, Aktien und R\u00fccklagen f\u00fcr Renten, wollen sie die Staatsschulden zur\u00fcckf\u00fchren, so wie nach dem Ersten  und dem Zweiten Weltkrieg (Lastenausgleichsgesetz). In Zypern und Griechenland wurde diese Art von Enteignung bereits erfolgreich praktiziert. Dar\u00fcber hinaus wird systematisch darauf hingearbeitet Bargeld abzuschaffen. <\/p>\n<p>Ihr Plan beinhaltet Strafzinsen und Strafsteuern sowie die Teilenteignung von Sparern und Immobilienbesitzern. Man will die B\u00fcrger wieder einmal zwingen, ihr Geld in den Konsum zu stecken. Das Ziel ist die Abschaffung des Bargeldes, das gro\u00dfe Gesch\u00e4ft mit Negativ-Zinsen, das Geld von den Konten zu treiben. Sollte es weniger als Null Zinsen geben, besteht die Gefahr, dass die Menschen ihr Geld lieber horten als auf die Bank zu bringen. Wenn Geld nur noch elektronisch existiert, wird ein Ansammeln quasi unm\u00f6glich gemacht, die Menschen w\u00e4ren v\u00f6llig abh\u00e4ngig vom System der Banken. <\/p>\n<p>Mit gro\u00dfem Werbeaufwand werden Europas B\u00fcrger mit der Ausrufung eines \u201esozialen Grundrechts\u201c auf ein Bank-Konto gek\u00f6dert, auch jene 30 Millionen EU-B\u00fcrger sollen zu Vollkunden gemacht werden, die noch \u00fcber kein solches verf\u00fcgen. Der Vorteil f\u00fcr die EU liegt auf der Hand. Kontobewegungen sind viel leichter zu kontrollieren als Bargeld. Und au\u00dferdem l\u00e4sst sich eine Beteiligung der B\u00fcrger an einer Bankensanierung leichter durchf\u00fchren. Wenn die Konten prall gef\u00fcllt sind, weil kein Bargeld mehr existiert, kann durch eine eventuelle Zwangsabgabe mehr Geld abgezwackt werden.<\/p>\n<p>Finanzinstitute argumentieren damit, die Abwicklung der Bankgesch\u00e4fte f\u00fcr die Kunden einfacher zu machen. Politiker wollen unter dem Vorwand \u201ekrimineller Strukturen\u201c den Zahlungsverkehr \u00fcberwachen und aufdecken k\u00f6nnen. Es soll ein entsprechendes europ\u00e4isches Kontrollsystem aufgebaut werden. Italien hat die Bargeldzahlungen von 2.500 auf 1.000 Euro gesenkt, Frankreich will 2014 von 3.000 auf 1.000 Euro nachziehen, nach Griechenland, Spanien, Bulgarien und D\u00e4nemark. Es l\u00e4uft nach dem Willen der Weltbank, EZB, den Zentralbanken und der Verm\u00f6genselite darauf hin, Bargeld abzuschaffen.<\/p>\n<p>Au\u00dfer dem K\u00f6nig der Niederlande hat kein Staatsoberhaupt sein Volk \u00fcber diese Ma\u00dfnahmen informiert. Bemerkenswert ist,  diese Ma\u00dfnahmen sind nicht f\u00fcr die USA und Japan vorgesehen, die weit h\u00f6her als die EU-Staaten \u00fcberschuldet sind (rund 12 Billionen Euro). Deutsche Politiker sind derweilen mit Rentenerh\u00f6hungen, Strompreissenkungen, PKW-Maut f\u00fcr Ausl\u00e4nder, Frauenquoten und Mindestl\u00f6hnen besch\u00e4ftigt, die Unternehmen  rundweg ablehnen. Verzweifelt versuchen Arbeitgeber den Mindestlohn aufzuweichen, um Kosten zu sparen. Es interessiert sie nicht, dass in 21 EU-L\u00e4ndern der Mindestlohn gang und  g\u00e4be ist.<\/p>\n<p>Was Lobbys bewirken: Trotz Jugendschutz werden immer mehr Spielautomaten aufgestellt und Komasaufen nimmt zu. Die Autoindustrie hat Abwrackpr\u00e4mien erhalten, da sie nicht in  der Lage war die Krise mit eigenen Mitteln unbeschadet zu \u00fcberstehen. Die Politik findet keinen Weg aus der Krise, da sie nicht sparen kann oder will. Besserverdiener und Million\u00e4re wollen keine &#8211; noch so geringe &#8211; Steuererh\u00f6hung und nicht angemessen an den Kosten des Staates beteiligt werden. Von gleichberechtigten Partnern sind Besch\u00e4ftigte, Gewerkschaften, Politiker und Lobbyisten weit entfernt.<\/p>\n<p>Das deutsche Steuerrecht ist in den vergangenen Jahren ungerechter geworden. W\u00e4hrend insbesondere Verm\u00f6gende und Unternehmen entlastet wurden, m\u00fcssen Besch\u00e4ftigte immer mehr zur Finanzierung \u00f6ffentlicher Ausgaben beitragen. Das ist das gemeinsame Ziel der Politik, \u00d6konomen,Volkswirte, Wissenschaftler, Wirtschaftsweisen und Lobbyisten. Zu Niedrigzinsen, Schuldensteuer und Bargeldverbot kein Wort, keine Kommentare!<\/p>\n<p>Gabriel, Maas, Nahles, Friedrich, Dobrindt, Gr\u00f6he, von der Leyen und Sch\u00e4uble suchen gemeinsam mit den Lobbyisten (Wirtschaftsinteressen) die gro\u00dfen Probleme zu l\u00f6sen. Es ist so als wolle man den Teufel mit Beelzebub austreiben. Die Bundesregierung wird zu Handlangern der Lobbys und driftet immer mehr in Richtung Wirtschaftsparteien ab. Eine L\u00f6sung mit der Basis ist nicht m\u00f6glich, da deren Verbesserungsvorschl\u00e4ge nicht bei den Parteispitzen ankommen oder Geh\u00f6r finden. <\/p>\n<p>Eine unfassende L\u00f6sung der Probleme wurde der \u00d6ffentlichkeit und der Politik im Mai 2010 angeboten. Die Initiative Agenda 2011 \u2013 2012 stellt dieser Entwicklung ein Sanierungsprogramm entgegen, das f\u00fcr ausgeglichene Haushalte und R\u00fcckf\u00fchrung der Staatsschulden steht. Das Konzept beinhaltet ein j\u00e4hrliches Volumen von \u00fcber 275 Mrd. Euro, ist auf 10 Jahre ausgelegt und umfasst drei Billionen Euro. <\/p>\n<p>Dieter Neumann<\/p>\n<p>Dieter Neumann<br \/>\nAgenda 2011 \u2013 2012<br \/>\nAgenda News<br \/>\n31275 Lehrte<br \/>\nWintershall Allee 7<br \/>\nTelefon\/Fax 05132-52919<br \/>\ninfo@agenda2011-2012.de<br \/>\nhttp:\/\/www.agenda2011-202.de<\/p>\n<p>Die Initiative  Agenda 2011 &#8211; 2012 hat der \u00d6ffentlichkeit im Mai 2010 ein Sanierungskonzept vorgestellt, das  mit einem j\u00e4hrlichen Volumen von \u00fcber 275 Milliarden Euro Wege aus der Krise aufzeigt.  Das Konzept ist auf  10 Jahre ausgelegt und umfasst rund drei Billionen Euro. Es steht f\u00fcr ausgeglichene Haushalte und R\u00fcckf\u00fchrung der Staatsschulden. Die \u201eAktion Zukunft\u201c steht f\u00fcr eine nachhaltige Erh\u00f6hung des Wirtschaftswachstums,  der  Binnennachfrage und  deutliche Verbesserung bei Einkommen, Investitionen, Ums\u00e4tzen und Renditen. Das Gr\u00fcndungsprotokoll ist als Sachbuch erschienen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lehrte, 24.1.2014 Die Zentralbanken haben die Zinsen in nahezu allen Industriel\u00e4ndern auf fast Null gedr\u00fcckt und trotzdem sind die Wachstumsraten der Wirtschaft bescheiden. 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