{"id":818,"date":"2014-04-02T00:20:59","date_gmt":"2014-04-01T22:20:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=818"},"modified":"2014-04-02T00:20:59","modified_gmt":"2014-04-01T22:20:59","slug":"das-21-jahrhundert-im-zeichen-von-armut-uberschuldung-und-umweltschutz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=818","title":{"rendered":"Das 21. Jahrhundert im Zeichen von Armut, \u00dcberschuldung und Umweltschutz"},"content":{"rendered":"<p>Lehrt, 2.4.2014   In der Zeit von Anfang des 15. bis  Ende des Ende des18. Jahrhunderts erhoben sich die Menschen in Europa gegen die Vorherrschaft des Adels und der P\u00e4pste. \u00dcber 400 Jahre  finanzierten der Finanzadel und der Adel kriegerische Auseinandersetzungen,  die sich in Folge von B\u00fcrgeraufst\u00e4nden und Glaubenskriegen ergaben. Das 19. Jahrhundert war gepr\u00e4gt durch den Wiederaufbau, Vollbesch\u00e4ftigung, dem \u201eKalten Krieg\u201c mit Abschreckung durch Atomwaffen und den Studentenunruhen 1968. Es war aber auch ein Jahrhundert der Migration: Millionen Polen, Spanier, Italiener, Griechen, Jugoslawen und T\u00fcrken wanderten ein und wurden problemlos eingeb\u00fcrgert.<\/p>\n<p>Etwa ab 1970 profilierten sich deutsche Unternehmen dadurch, dass sie Verluste minimierten, Gewinne maximierten. Controlling einf\u00fchrten und Kosten minimierten. Damit verbunden war ihre Forderung, die der Politik und der Gewerkschaften, nach moderater Lohnpolitik. Sie pr\u00e4gten den Slogan \u201eNur niedrige L\u00f6hne erhalten uns im Wettbewerb\u201c, sehr zum Leidwesen der deutschen Besch\u00e4ftigten. Hohe Arbeitslosigkeit, Niedrigl\u00f6hne, Minijobs, Werkvertr\u00e4ge &#8211; bei denen keine Sozialabgaben gezahlt werden &#8211;  und Leiharbeit waren ausschlaggebend, dass die Besch\u00e4ftigten bei den Lohnzuw\u00e4chsen an der letzten Stelle in Europa liegen.<\/p>\n<p>Zum Beginn des 21. Jahrhunderts wurde die Innenpolitik durch Sexskandale und Sexaff\u00e4ren, unz\u00e4hligen Lebensmittelskandalen, Steuerbetrug in gro\u00dfem Stil, Drogenhandel, Geldw\u00e4sche, P\u00e4dophile und Menschenhandel ersch\u00fcttert. Die Folgen des Immobiliencrashs von 2008 in den USA,  die folgende Schuldenkrise wurden bis heute zwar einged\u00e4mmt, jedoch nicht beseitigt. Staats- und Regierungschefs haben keine Antwort darauf, wie die Krisen \u00fcberwunden werden k\u00f6nnen. H\u00e4tte einer von ihnen ein Konzept, g\u00e4be es keine Krise mehr. Als Ursache werden hohe Arbeitslosigkeit, sinkende L\u00f6hne, steigende Mieten und steigende Lebenshaltungskostenkosten angegeben.<\/p>\n<p>Bei dieser Entwicklung sind die Grundwerte jeder Gruppe oder Gesellschaft in Gefahr. Das sind erstrebenswerte Zust\u00e4nde, die das Leben f\u00fcr den einzelnen angenehm machen und die das Funktionieren und den Erhalt der Gesellschaft gew\u00e4hrleisten. In unserem Gesellschaftssystem gelten als solche Werte z.B. Meinungsfreiheit, Recht auf Bildung und Ausbildung, Erhaltung der Gesundheit, Versorgung der Kranken, Ausbildung der Jugend, Gleichberechtigung, das Recht auf Arbeit und gleicher Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit. Und das Anrecht auf ein Einkommen, das ein menschenw\u00fcrdiges Dasein garantiert.<\/p>\n<p>In den Gesellschaften der Staaten sind gro\u00dfe Unterschiede entstanden.  W\u00e4hrend insbesondere Verm\u00f6gende und Unternehmen entlastet wurden, m\u00fcssen Besch\u00e4ftigte immer mehr zur Finanzierung  \u00f6ffentliche Aufgaben beitragen. Daf\u00fcr verantwortlich sind Politiker, Gewerkschaften und Untermen, die mit ihren m\u00e4chtigen Organisationen (Lobbys) auf die L\u00f6hne dr\u00fccken. 2012 erhielten 42 Millionen Besch\u00e4ftigte ein Arbeitnehmerentgelt von 1.377,63 Milliarden Euro, wovon 178,12 Milliarden Euro Lohnsteuern in die Staatskasse flossen. Das sind gemessen am Eingangssteuersatz von 14 Prozent gerade einmal 12,9 Prozent (destatis)!<\/p>\n<p>Die USA, Japan und EU-Staaten sind mit 15.370 Milliarden Euro \u00fcberschuldet. Deutschland hat bei einem Bruttoinlandsprodukt von 2.666 Milliarden Euro eine Schuldenobergrenze (nach dem Maastricht Referenzwert von 60 %)  von 1.570 Mrd. Euro. Daraus ergibt sich eine \u00dcberschuldung von 570 Milliarden Euro. Zus\u00e4tzlich hat sich in den letzen Jahren ein Investitionsstau von rund 300 Milliarden Euro aufgebaut. Das bedeutet, dass im Hinblick auf weitere 300 Milliarden Euro Schulden, nicht entsprechend investiert wurde. Diese Investitionen sind aber dringend f\u00fcr Bildung, Ausbildung, Forschung und  Infrastruktur erforderlich.<\/p>\n<p>Die Armut nimmt weltweit bedrohliche Ausma\u00dfe an. In den USA leben 47 Millionen US-B\u00fcrger von Suppenk\u00fcchen, 20 Millionen Arme in Deutschland und 37 Millionen in Russland. Beim Umweltschutz ist die Welt zutiefst zerstritten. Der Weltklimarat zeichnet ein d\u00fcsteres Bild \u00fcber Hungersn\u00f6te und extremes Wetter auf. Der Gedanke an Krieg kehrt ins Bewusstsein zur\u00fcck. Die Kosten der Unt\u00e4tigkeit sind so katastrophal wie der Zustand der f\u00fcr Menschen und Natur, zumal die Gefahr von neuen kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Ost und West zunimmt.<\/p>\n<p>Milliarden schwere Risiken liegen in der Abwicklung von Banken, in der Renten-, Energiereform und im Gesundheitswesen. Hunderte Bahnh\u00f6fe, Br\u00fccken, Stra\u00dfen, Kinderg\u00e4rten, \u00f6ffentliche Geb\u00e4ude m\u00fcssen renoviert bzw. erneuert werden. Der Soziale Wohnungsbau ist zum Erliegen gekommen. Fast jede Kirche und Gemeine hat einen Regionalflughafen, in Summe Milliarden Verluste (inklusiv Air Berlin). Die Endlagerung von Atomm\u00fcll und der R\u00fcckbau der Atomstromwerke kostet hunderte von Milliarden Euro. Fragen \u00fcber Fragen, wie das alles finanziert werden soll.<\/p>\n<p>Es sind gro\u00dfe Aufgaben die auf L\u00f6sungen warten, die Staats- und Regierungschefs haben keine Antwort darauf. Die Medien halten sich bedeckt und berichten nicht unabh\u00e4ngig von diesen Problemen, sie wollen dem &#8211;  \u201euns geht es doch relativ gut Gef\u00fchl\u201c &#8211; nicht widersprechen. Riesige Ausgaben setzen riesige Einnahmen voraus. Die Opposition, Kirchen, Sozialverb\u00e4nde, Gewerkschaften und die Mehrheit der Deutsche wollten vor der Wahl h\u00f6here Steuern f\u00fcr Besserverdiener, Million\u00e4re, Milliard\u00e4re und Spekulanten (die  Finanztransaktionssteuer). Die Union und Unternehmen lehnen dies kategorisch ab. <\/p>\n<p>Einigkeit herrscht dar\u00fcber, die Finanzelite h\u00f6her an den Kosten des Staates zu beteiligen. Das ist in allen Nehmer- und Geberl\u00e4ndern so, wie in allen Industrienationen. Schwellen- und Entwicklungsl\u00e4ndern wollen um jeden Preis (Demonstrationen, Aufst\u00e4nde und Kriege einbezogen) westliche Lebenswerte und Errungenschaften. Sie werden den gleichen Preis zahlen m\u00fcssen, wie etablierte Demokratien Anfang des 21. Jahrhunderts. Zum Nulltarif gibt es nur noch Armut. Die Besch\u00e4ftigten werden f\u00fcr \u00dcberschuldung, Umweltschutz  und Misswirtschaft einen hohen Preis zahlen. <\/p>\n<p>Jeder Deutsche \u00fcber 18 Jahre tr\u00e4gt eine \u00f6ffentliche und private Schuldenlast von 47.500 Euro. Man sollte meinen, genug ist genug, nur die Finanzelite sieht das anders. Wie die Staaten aus der Krise kommen k\u00f6nnten zeigt die Initiative Agenda 2011 -2012. Im Mai 2010 wurde der \u00d6ffentlichkeit ein Sanierungskonzept vorgestellt, das  mit einem j\u00e4hrlichen Volumen von \u00fcber 275 Milliarden Euro,  f\u00fcr ausgeglichene Haushalte und R\u00fcckf\u00fchrung der Staatsschulden steht. Das Gr\u00fcndungsprotokoll ist als Sachbuch erschienen. Der Inhalt steht au\u00dferdem f\u00fcr eine Steigerung des Wirtschaftswachstums, der  Binnennachfrage und  eine deutliche Verbesserung bei Einkommen, Investitionen, Ums\u00e4tzen und Renditen.<\/p>\n<p>Dieter Neumann<\/p>\n<p>Dieter Neumann<br \/>\nAgenda 2011 \u2013 2012<br \/>\nAgenda News<br \/>\n31275 Lehrte<br \/>\nWintershall Allee 7<br \/>\nTelefon\/Fax 05132-52919<br \/>\nwww.agenda2011-2012.de<br \/>\ninfo@agenda2011-2012.de<br \/>\nwww.agenda-news.de<br \/>\ninfo@agenda-news.de<\/p>\n<p>Die Initiative Agenda 2011 \u2013 2012 wurde im Mai 2010 gegr\u00fcndet. Es wurde der \u00d6ffentlichkeit ein Sanierungskonzept vorgestellt, das  mit einem j\u00e4hrlichen Volumen von \u00fcber 275 Milliarden Euro,  f\u00fcr ausgeglichene Haushalte und R\u00fcckf\u00fchrung der Staatsschulden steht. Das Gr\u00fcndungsprotokoll ist als Sachbuch erschienen. Der Inhalt steht au\u00dferdem f\u00fcr eine Steigerung des Wirtschaftswachstums, der  Binnennachfrage und  eine deutliche Verbesserung bei Einkommen, Investitionen, Ums\u00e4tzen und Renditen. Wer f\u00fcr eine gute Sache werben und uns finanziell unterst\u00fctzen m\u00f6chte, kann kostenlos auf unseren Webseiten inserieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lehrt, 2.4.2014 In der Zeit von Anfang des 15. bis Ende des Ende des18. 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