{"id":86,"date":"2012-06-07T00:35:26","date_gmt":"2012-06-06T22:35:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=86"},"modified":"2012-06-07T17:19:13","modified_gmt":"2012-06-07T15:19:13","slug":"aenda-news-schlagzeilen-der-woche","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=86","title":{"rendered":"AGENDA NEWS \u2013 Schlagzeilen der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Lehrte, 7. Juni 2012 Ob Christine Lagard, als UN-Chefin verdient sie j\u00e4hrlich \u201esteuerfrei\u201c 376.000 Euro plus Spesen von etwa 67.000 Euro (Wiener \u00dcbereinkommen \u00fcber diplomatische Beziehungen), Politiker, \u00d6konomen, Politologen, Volkswirte, Wissenschaftler, Wirtschaftsweise, Banker, Lobbyisten, so genannte Berater und Experten, sie benutzen vorzugsweise die \u201eZauberworte\u201c sparen, konsolidieren, strukturieren, \u201enur niedrige L\u00f6hne halten uns im Wettbewerb\u201c und Wirtschaftswachstum.<\/p>\n<p>Die Haushalte sparen entweder, weil ihre Konsumbed\u00fcrfnisse ges\u00e4ttigt sind, dies d\u00fcrfte eine kleine Minderheit sein. Oder sie sparen, um Reserven f\u00fcr die Risiken der Zukunft (Krankheit, Altersversorgung etc.) zu haben. Je h\u00f6her die Risiken sind, desto h\u00f6her wird ihre Sparquote und desto geringer ihr Konsum. Sie sparen bei Luxusg\u00fctern, beim Urlaub, Nahrungsmitteln und den f\u00fcr das Leben dringend ben\u00f6tigten Dingen. Ein Drittel der Besch\u00e4ftigten hat kein Verm\u00f6gen oder ist verschuldet. Viele leben mit Suppenk\u00fcchen und dem Verfallsdatum von Lebensmitteln.<\/p>\n<p>Unternehmen sparen, weil Investitionen wegen zu geringer Absatzerwartungen (Massenabsatz) nicht attraktiv sind, weil sich nur Massenproduktion lohnt und nicht erreicht wird. Der Mittelstand spart, um seine Kapitaldecke zu erh\u00f6hen, weil er bei den Banken alles verb\u00fcrgt hat und keine Zwischen-Finanzierungen erh\u00e4lt. Die Politik, die durch K\u00fcrzung und Streichung von Sozialleistungen die individuellen Lebensrisiken erh\u00f6hen, ist im h\u00f6chsten Ma\u00dfe kontraproduktiv. F\u00fcr die n\u00e4chsten 4 Jahre wurden im Haushalt 20 Milliarden Euro in den sozialen Bereichen gestrichen.<\/p>\n<p>Der deutsche Automarkt legt den R\u00fcckw\u00e4rtsgang ein, jetzt erreicht die Autokrise auch uns: Im Mai brach die Zahl der Pkw- Neuzulassungen gegen\u00fcber dem Vorjahrsmonat um 4,8 Prozent auf 290.000 Zulassungen ein. Im April war der deutsche Automarkt dagegen noch um drei Prozent gewachsen. In den ersten 5 Monaten zusammen liegt der Pkw-Markt nur noch um 0,3 Prozent im Plus, wie das Kraftfahrt-Bundesamt mitteilt. Die Zulieferanten, die unter einem enormen Preisdruck stehen, werden die Auswirkungen unmittelbar sp\u00fcren.<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich sind sie wieder da, die das alles voraus gesehen haben: In einem dramatischen Appell ruft Ex-Au\u00dfenminister Joschka Fischer (Gr\u00fcne) Deutschland dazu auf, die Euro-Zone zu retten. \u201eEuropa steht heute am Abgrund und wird in den kommenden Monaten hineinfallen\u201c, schreibt er in einem Zeitungsbeitrag.<\/p>\n<p>Finanzguru Soros sieht Europa \u201ein t\u00f6dlicher Gefahr\u201c. Europa habe zwei in einander greifende Probleme: Die Staatsverschuldung und das deswegen labile Bankensystem. Die zur Verf\u00fcgung stehenden Mittel reichten aber nur zur L\u00f6sung eines der beiden Probleme: &#8222;Wenn die Reserven der EFSF einmal f\u00fcr den falschen Zweck ausgegeben sind, werden sie nicht wieder aufgef\u00fcllt werden k\u00f6nnen. Daher h\u00e4ngt jetzt alles davon ab, wie sie genutzt werden&#8220;, sagte Soros in einem Interview.<\/p>\n<p>Er warnte vor einer Staatspleite Italiens. &#8222;Die Schulden Italiens und Spaniens sind zu gro\u00df, um daf\u00fcr zu b\u00fcrgen, und die Gefahr ist gro\u00df, dass die Finanzm\u00e4rkte selbst auf eine Teilgarantie negativ reagieren.&#8220; Andere treten in den Medien auf und fordern unverbl\u00fcmt Griechenland aus der EU-Zone auszuschlie\u00dfen, alle EU-Zahlungen einzustellen und sehen den Staatsbankrott. Griechenland hat die gleichen Probleme wie alle \u00fcberschuldeten Staaten. Die Schulden betragen rund 360 Milliarden Euro, das Bruttoinlandprodukt knapp 200 Mrd. Euro und der Haushalt 20 Mrd. Euro (10 % vom BIP).<\/p>\n<p>Im R\u00fcckblick ist es unbedeutend wie Griechenland in diese Situation kam. Mit 20 Mrd. Euro ist Griechenland nicht in der Lage seine Zinslasten zu zahlen, geschweige denn jemals seine Anleihen zur\u00fcckzuzahlen. Deutschland hat ein BIP von etwa 2.556 Mrd. Euro und rund 2.090 Mrd. Euro Schulden. Die Einnahmen zum Bundeslaushalt betragen cirka 255 Milliarden Euro (ebenfalls 10 %). Auf der Basis von 255 Mrd. Euro beziehungsweise 20 Mrd. Euro werden beide Staaten ihre Schulden nicht abbauen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Binnennachfrage stagniert, die Arbeitslosenzahlen sind besorgniserregend (au\u00dfer BRD), die Schulden steigen weiter und schneller als die Zinsen, das Wirtschaftswachstum sinkt und die Prognosen verhei\u00dfen nicht gutes. Nach 20 Jahren ist die EU auf dem Weg, die Referenzwerte von 3 beziehungsweise 60 Prozent im Fiskalpakt ratifiziert. Die 3 Prozent beziehen sich auf die Haushalte von 20 bzw. 255 Mrd. Euro. So wichtig die Schuldenbremse ist, es sind 3 Prozent auf den hei\u00dfen Stein. Ein hei\u00dfes Thema sind die enormen Geldstr\u00f6me die nach Deutschland flie\u00dfen.<\/p>\n<p>Die Anleger sehen Deutschland als sicheren Hafen, um dort ihr Geld zu parken. Sie akzeptieren Null-Prozent Zinsen, dass ihr Kapital durch die j\u00e4hrlichen Inflationsraten sinkt, nur um Sicherheit zu haben. Die Aktie ist das andere Anlageobjekt, das jedoch, wie der Einbruch an den B\u00f6rsen zeigt, hoch sensibel gehandelt wird. Der Kurs der Facebook-Aktie hat kurzfristig fast 30 % an Wert verloren. Die Sorgen der Finanz- und Verm\u00f6genseliten sind berechtigt, denn sie wissen was noch auf sie zukommt.<\/p>\n<p>Europ\u00e4ische B\u00f6rsen brechen dramatisch ein, da Anleger bef\u00fcrchten, dass die Schuldenkrise nach Griechenland nun auch in Spanien und Italien immer mehr Banken ins Straucheln bringt, hat die M\u00e4rkte tief ins Minus gedr\u00fcckt. In Deutschland verliert die Deutsche Bank nicht nur Ackermann sondern auch mehr als 3,5 Prozent an den B\u00f6rsen. Er verabschiedet sich mit dem niedrigsten Aktienkurs aller Zeiten.<\/p>\n<p>Der DAX fiel bis Montagmittag um knapp 3 Prozent auf 5653 Punkte. Der spanische Leitindex in Madrid b\u00fc\u00dfte zeitweise 4,4 Prozent ein. Der Euro ging erneut auf Talfahrt und pendelte um 1,22 Dollar. Die Risikoaufschl\u00e4ge f\u00fcr spanische Staatsanleihen zogen dagegen deutlich an. China und Australien trennten sich sp\u00fcrbar von Euros.<\/p>\n<p>Zweij\u00e4hrige US-Staatsanleihen verharren bei 99\/31 Punkten. Sie rentieren mit 0,254 Prozent. F\u00fcnfj\u00e4hrige Anleihen fielen um 10\/32 Punkte auf 99 23\/32 Punkte. Sie rentierten mit 0,681 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von 30 Jahren rentierten such mit 2,570 Prozent. Die letzten deutschen Anleihen rentierten sich mit null Prozent. Es wird sich noch zeigen, dass es ein schwerwiegender Fehler war, keine Eurobonds einzuf\u00fchren. Anleger heben immer mehr Euros von ihren Bankkonten ab.<\/p>\n<p>Die ohnehin schwachen Banken ben\u00f6tigen Unterst\u00fctzung von der EZB, entweder frische neue Euros oder den Ankauf ihrer maroden Anleihen. Das Wachstum schw\u00e4cht sich ab und die Wirtschaftsindikatoren weisen nach unten. 2008, mit Beginn der Immobilienkrise, hat die EU vers\u00e4umt, Rettungsschirme mit Eurobonds auszustatten. Bei einem Zinssatz von 3 &#8211; 3,5 Prozent w\u00e4ren wir im ersten Akt der Trag\u00f6die. Einige Staaten werden den letzten Akt nicht \u00fcberstehen. Das reiche Deutschland mit einer schwachen Koalitions-Regierung hat das beg\u00fcnstigt.<\/p>\n<p>Die Chancen die Krise zu \u00fcberwinden liegen in Strukturreformen. Im wesentlich gr\u00f6\u00dferen Teil darin, dass die Finanz- und Verm\u00f6genseliten sich wieder angemessen an den Kosten des Staates beteiligen. Dazu geh\u00f6rt zum Beispiel auch die Wiedereinf\u00fchrung der Verm\u00f6gens- und B\u00f6rsensteuer. Der Regierung fehlen Konzepte, da ist nicht viel geordnet, strukturiert und organisiert.<\/p>\n<p>Die Initiative Agenda 2011 \u2013 2012 setzt sich seit 2009 mit den Staatseinnahmen und Staatsausgaben der Bundesrepublik Deutschland auseinander. Es ist keine politische Linie zu erkennen, wie die Staatsverschuldung von 2.090 Milliarden Euro, Billionen B\u00fcrgschaften f\u00fcr Banken, deren Schrottpapiere und EU Rettungsschirme, und die gr\u00f6\u00dften Einnahme-Verluste aller Zeiten, abgebaut werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Unsere Antwort: Ein Sanierungskonzept mit einem j\u00e4hrlichen Volumen von \u00fcber 200 Milliarden Euro. Dieses Konzept haben wir am 20. Mai 2010 der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt. Es ist wahrscheinlich das erste und einzige Konzept in Europa, das einen konstruktiven Beitrag zur L\u00f6sung der Krise leistet. AGENDA NEWS stellt seine Presseberichte bei \u00fcber 40 Blogs, Presseagenturen und Online-Zeitungen ein. In knapp zwei Jahren wurden die Seiten statistisch \u00fcber 2 Millionen Mal aufgerufen. Wir haben die besseren Aumente.<\/p>\n<p>Dieter Neumann<\/p>\n<p>Agenda 2011 \u2013 2012<br \/>\n31275 Lehrte<br \/>\nWintershall Allee 7<br \/>\nTelefon\/Fax 05132-52919<br \/>\ninfo@agenda2011-2012.de<\/p>\n<p>Die Initiative Agenda 2011 \u2013 2012 setzt sich seit 2009 mit den Staatseinnahmen und Staatsausgaben der Bundesrepublik Deutschland auseinander. Es ist keine politische Linie zu erkennen, wie die Staatsverschuldung von 2.090 Milliarden Euro, Billionen B\u00fcrgschaften f\u00fcr Banken, deren Schrottpapiere und EU Rettungsschirme, und die gr\u00f6\u00dften Einnahme Verluste aller Zeiten, abgebaut werden k\u00f6nnten. Unsere Antwort: Ein Sanierungskonzept mit einem j\u00e4hrlichen Volumen von \u00fcber 200 Milliarden Euro. Dieses Konzept haben wir am 20. Mai 2010 der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt. Es ist wahrscheinlich das erste und einzige Konzept in Europa. Bei AGENDA NEWS besteht die M\u00f6glichkeit kostenlos Presseberichte zu publizieren, die konstruktive Verbesserungs-Vorschl\u00e4ge anbieten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lehrte, 7. Juni 2012 Ob Christine Lagard, als UN-Chefin verdient sie j\u00e4hrlich \u201esteuerfrei\u201c 376.000 Euro plus Spesen von etwa 67.000 Euro (Wiener \u00dcbereinkommen \u00fcber diplomatische Beziehungen), Politiker, \u00d6konomen, Politologen, Volkswirte, Wissenschaftler, Wirtschaftsweise, Banker, Lobbyisten, so genannte Berater und Experten, sie &hellip; <a href=\"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=86\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[26,29,32,34,35,33,24,38,21,27,5,40,20,30,28,22,39,31,25,36,37,23],"class_list":["post-86","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-automarkt","tag-bankensystem","tag-binnennachfrage","tag-borsen","tag-dax","tag-geldstrome","tag-haushalte","tag-indikatoren","tag-konsolidieren","tag-pkw-maut","tag-sanierungskonzept","tag-schrottpapiere","tag-sparen","tag-staatsbankrott","tag-staatsverschuldung","tag-strukturieren","tag-strukturreformen","tag-uberschuldet","tag-unternehmen","tag-us-staatsanleihen","tag-wachstum","tag-wirtschaftswachstum"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.agenda-news.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/86","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.agenda-news.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.agenda-news.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.agenda-news.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.agenda-news.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=86"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/www.agenda-news.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/86\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":119,"href":"http:\/\/www.agenda-news.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/86\/revisions\/119"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.agenda-news.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=86"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.agenda-news.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=86"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.agenda-news.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=86"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}