{"id":946,"date":"2014-07-28T00:24:40","date_gmt":"2014-07-27T22:24:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=946"},"modified":"2014-07-28T00:24:40","modified_gmt":"2014-07-27T22:24:40","slug":"vw-bmw-mercedes-giganten-wollen-sparen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.agenda-news.de\/?p=946","title":{"rendered":"VW, BMW, Mercedes \u2013 Giganten wollen sparen"},"content":{"rendered":"<p>Lehrte, 28,Juli 2014  Die Vorst\u00e4nde von VW und Mercedes lassen de Katze aus dem Sack, sie wollen zwischen 4,5 und f\u00fcnf Milliarden Euro pro Jahr sparen. Ihre Premium-Fahrzeuge und Nobelkarossen laufen wie warme Semmeln. Die Ank\u00fcndigung der Vorst\u00e4nde, andere Marken d\u00fcrften folgen, ist die  erste Duftnote. Die Besch\u00e4ftigten schnuppern daran und warten mit gemischten Gef\u00fchlen darauf was auf sie zukommt. Drei von vier in Deutschland gebauten Autos gehen in den Export.  Eins ist sicher, die Standorte Wolfsburg, Ingolstadt und Sindelfingen mit ihren Trabanten werden schrumpfen &#8211;  zu Lasten der Besch\u00e4ftigten.<\/p>\n<p>Die Autobauer werden verst\u00e4rkt die Autos dort bauen, wo riesige Absatzm\u00e4rkte vorhanden sind. China, Russland, Indien und Schwellenl\u00e4nder wie Brasilien, sind die bevorzugten Standorte. Die dortigen Reichen, Oligarchen, Kriegsgewinnler, Spekulanten und aufstrebende erfolgreiche Unternehmer sind die neuen Abnehmer, ein riesiger Markt. Solche Zuw\u00e4chse kann man von Kunden in den westlichen Industriestaaten kaum noch erwarten. <\/p>\n<p>Die Besch\u00e4ftigten in Deutschland  k\u00f6nnen sich auf l\u00e4ngere Arbeitszeiten &#8211; bei gleichem oder niedrigerem Lohn &#8211;  einstellen. Der Preisdruck auf Zulieferer wird steigen, was die L\u00f6hne deren Besch\u00e4ftigten belastet. In den letzten Jahrzehnten hat die Autoindustrie gekauft was Rang und Namen hatte. Der Clou von Mercedes ist die \u00dcbernahme des Stromers Tesla. Mercedes hat durch die enge Kooperation mit Tesla zwei Jahre Entwicklungszeit f\u00fcr Batterien, Elektromotoren und Leistungselektronik gespart: Deshalb ist Mercedes mit 4,1 Prozent und Toyota mit 2,5 Prozent an dem kleinen kalifornischem Unternehmen beteiligt.<\/p>\n<p>Wer wird das Rennen machen, Elektromotoren oder Wasserstoffantriebe? Die Autoindustrie investiert dort wo ihre zahlungskr\u00e4ftigen Kunden sitzen. Es wird spannend im Hinblick darauf, was man den Belegschaften zutrauen wird. Es war schon immer der Wunsch deutscher Unternehmen viele gut ausgebildete Mitarbeiter zu niedrigen Kosten zu besch\u00e4ftigen, um bessere  Exportchancen zu haben. Darum ist Deutschland das Niedriglohnland Nummer Eins in Europa, in dem Frauen f\u00fcr die gleiche Arbeit, die ihre m\u00e4nnlichen Kollegen leisten 23 Prozent weniger verdienen.<\/p>\n<p>9,35 Millionen Rentner erhalten eine monatliche Rente von unter 500 Euro, 1.5 Millionen arme Kinder und 7,6 Millionen Rentner wissen nicht wie sie \u00fcber die Runden kommen sollen. Seehofer hat Hoteliers eine Milliarde Euro pro Jahr geschenkt und Gabriel 5,1 Milliarden Euro an Stromrabatten verteilt. Die Lohnnebenkosten sind seit 2009 von 28 Prozent 2013 auf 21,2 Prozent und die Sozialbeitr\u00e4ge und Renten-Zuzahlungen um rund 3 Prozent gesunken. Was will man ihnen noch zumuten?<\/p>\n<p>\u201e2012 lagen die deutschen Ausfuhren nach China bei 66,6 Milliarden Euro. Die Exporte nach China umfassen Kraftwagen und Kraftwagenteile 19,3 Milliarden Euro (29 Prozent der Exporte, Maschinen im Wert von 16.9 Milliarden Euro (25,3 %), Datenverarbeitungsger\u00e4te f\u00fcr 5,9 Milliarden Euro (8,8 %), elektronische Ausr\u00fcstungen 5,8 Milliarden Euro (8,7 %) sowie chemische Erzeugnisse im Wert von 4,1 Milliarden Euro (6,2 %). Diese 5 Warengruppen stellen 78,0 % der Gesamtexporte nach China\u201c.<\/p>\n<p>\u201eDer Schwerpunk der Importe aus China lag bei Datenverarbeitungsger\u00e4te, elektrische und optische Erzeugnisse im Wert von 27,5 Milliarden Euro (35,6 % der Importe), Bekleidung im Wert von 8,0 Milliarden Euro (10,4 %) und elektrische Ausr\u00fcstungen f\u00fcr 7,8 Milliarden Euro (10,1 %). Einen gro\u00dfen Anteil an den Einfuhren hatten au\u00dferdem Maschinen im Wert von 5,9 Milliarden Euro (7,7 %) sowie Metallerzeugnisse im Wert von 3,3 Milliarden Euro (4,3 %). Der Anteil dieser f\u00fcnf Produktgruppen an den gesamten deutschen Einfuhren aus China lag bei 68,0 % (destatis)\u201c.<\/p>\n<p>Die Kehrseite der Medaille, China entwickelt sich neben  dem Export von Kinderspielzeugen zu einem der gr\u00f6\u00dften Lebensmittelexporteure der Welt. Dabei spielt es anscheinend keine Rolle, dass 60 Prozent des Grundwassers zu verschmutzt sind, um es trinken zu k\u00f6nnen. In keinem anderen Land der Welt werden so viele  Pestizide eingesetzt wie in China. 60 \u2013 70 Prozent der landwirtschaftlichen Fl\u00e4chen sind verseucht oder mit Schadstoffen verunreinigt. Das gilt f\u00fcr Gew\u00e4sser und der Luft.<\/p>\n<p>Aus  China wurden 2011 rund 862 Tonnen Milchprodukte, 1.647 Tonnen Reiserzeugnisse, 10.277 Tonnen Gem\u00fcse und 18.071 Tonnen Backware, davon 282 Millionen Br\u00f6tchen-Rohlinge eingef\u00fchrt, die entsprechend mit Schadstoffen belastet waren (Presseberichte\/Verbraucherzentrale). <\/p>\n<p>Sieht man die Entwicklung bei den gro\u00dfen deutschen Automobilherstellern wird man an die Probleme der Industrialisierung, Massenproduktion, an den Preisverfall und den Abbau von Arbeitspl\u00e4tzen erinnert. In der Textilindustrie wurden arbeitsintensive Produktionsschritte zunehmend ins Ausland verlagert. W\u00e4hrend zu Beginn der 60-er Jahre in Westdeutschland noch 1,27 Millionen Menschen &#8211; vorwiegend Frauen \u2013 In der Textil- und Bekleidungsindustrie besch\u00e4ftigt waren, liegt die Zahl heute unter 200 Tausend.<\/p>\n<p>In der Schuhindustrie gingen seit 1975  fast alle Arbeitspl\u00e4tze verloren. In vielen Branchen wurde der Personalstand in der Produktion erhalten und Produktionen durch Investitionen im Ausland aufgebaut. Gewisse Parallelen sind bei VW, BWM, Mercedes zu erkennen, ein Abbau von Arbeitspl\u00e4tzen bei Opel, Citroen, Renault wurde l\u00e4ngst vollzogen. Investitionen der Autobauer in China schlie\u00dfen nicht aus, dass Betriebe in China gewissen politischen Schwankungen unterworfen sind. Das k\u00f6nnen normale Beteiligungen, feindliche \u00dcbernahmen, Schlie\u00dfungen bis zur Enteignung sein.<\/p>\n<p>Dieter Neumann<br \/>\nDieter Neumann<br \/>\nAgenda 2011 \u2013 2012<br \/>\nAgenda News<br \/>\n31275 Lehrte<br \/>\nWintershall Allee 7<br \/>\nTelefon\/Fax 05132-52919<br \/>\nWirtschaft und Politik<br \/>\nwww.agenda2011-2012.de<br \/>\ninfo@agenda2011-2012.de<br \/>\nOnline-Zeitung<br \/>\nwww.agenda-news.de<br \/>\ninfo@agenda-news.de<br \/>\nUnion f\u00fcr Soziale Sicherheit<br \/>\nwww.ufss.de<br \/>\ninfo@ufss.de<\/p>\n<p>Die Initiative Agenda 2011 \u2013 2012 stellte der \u00d6ffentlichkeit im Mai 2010 ein Sanierungskonzept mit einem j\u00e4hrlichen Volumen von 275 Milliarden Euro vor, das f\u00fcr ausgeglichene Haushalte und R\u00fcckf\u00fchrung der Staatsschulden steht. Das Gr\u00fcndungsprotokoll ist als Sachbuch erschienen. Um das Programm politisch umzusetzen wird die \u201eUnion f\u00fcr Soziale Sicherheit\u201c gegr\u00fcndet. Das Gr\u00fcndungsprotokoll ist als  Sachbuch erschienen und  Handbuch der zuk\u00fcnftigen UfSS.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lehrte, 28,Juli 2014 Die Vorst\u00e4nde von VW und Mercedes lassen de Katze aus dem Sack, sie wollen zwischen 4,5 und f\u00fcnf Milliarden Euro pro Jahr sparen. Ihre Premium-Fahrzeuge und Nobelkarossen laufen wie warme Semmeln. 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